define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":227,"date":"2014-06-01T11:53:22","date_gmt":"2014-06-01T09:53:22","guid":{"rendered":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=227"},"modified":"2019-01-11T14:33:59","modified_gmt":"2019-01-11T13:33:59","slug":"7-im-land-der-unsichtbaren-frauen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=227","title":{"rendered":"7. Im Land der unsichtbaren Frauen"},"content":{"rendered":"
27. August<\/p>\n
Am Hori\u00adzont sind bereits die ers\u00adten rosig schim\u00admern\u00adden Vor\u00adbo\u00adten der dem\u00adn\u00e4chst auf\u00adge\u00adhen\u00adden Son\u00adne zu sehen, als ich mich aus dem Dau\u00adnen\u00adschlaf\u00adsack sch\u00e4\u00adle und vom Bei\u00adfah\u00adrer\u00adsitz in den hin\u00adte\u00adren Bereich des Bus\u00adses klet\u00adte\u00adre, um mich als \u2013 f\u00fcr Kof\u00adfe\u00adin- und Niko\u00adtin-Nach\u00adschub zust\u00e4n\u00addi\u00adge \u2013 \u201eSte\u00adwar\u00addess\u201d des Fah\u00adrers von Inge abl\u00f6\u00adsen zu lassen.<\/p>\n
Die dra\u00adma\u00adtisch stei\u00adlen Berg\u00adh\u00e4n\u00adge und Schluch\u00adten, die wir in der Nacht pas\u00adsiert haben, lie\u00adgen hin\u00adter uns, <\/span>und Rolf sch\u00e4tzt, dass wir gegen Mit\u00adtag die t\u00fcr\u00adkisch-ira\u00adni\u00adsche Gren\u00adze erreicht haben werden.<\/p>\n Ich quet\u00adsche mich in die vor\u00adge\u00adw\u00e4rm\u00adte L\u00fccke auf der gro\u00ad\u00dfen Matrat\u00adze, die durch das Auf\u00adste\u00adhen der schlaf\u00adtrun\u00adke\u00adnen Inge ent\u00adstan\u00adden ist.<\/p>\n Erst kann ich mein \u201eKopf\u00adkis\u00adsen\u201d \u2013 eine zusam\u00admen\u00adge\u00adfal\u00adte\u00adte und in ein Tuch ein\u00adge\u00adschla\u00adge\u00adne Jacke \u2013 nicht fin\u00adden, aber dann sehe ich, dass Agnes es sich, zus\u00e4tz\u00adlich zu ihrem eige\u00adnen, unter den Kopf gescho\u00adben hat. Vor\u00adsich\u00adtig ver\u00adsu\u00adche ich es her\u00adaus\u00adzu\u00adzie\u00adhen, aber sie h\u00e4lt es fest umklam\u00admert. Da ich ohne was unterm Kopf nun mal nicht schla\u00adfen kann, zie\u00adhe ich es mit einem kr\u00e4f\u00adti\u00adgen Ruck zu mir her\u00fcber.<\/p>\n Agnes wacht auf, und offen\u00adkun\u00addig geh\u00f6rt sie zu den Men\u00adschen mit der (mir r\u00e4t\u00adsel\u00adhaf\u00adten\u2026) F\u00e4hig\u00adkeit, bereits in Moment des Erwa\u00adchens \u201evoll da\u201d und zum Arti\u00adku\u00adlie\u00adren ver\u00adst\u00e4nd\u00adli\u00adcher S\u00e4t\u00adze imstan\u00adde zu sein. Jeden\u00adfalls faucht sie mich an, es sei eine unge\u00adheu\u00ader\u00adli\u00adche R\u00fcck\u00adsichts\u00adlo\u00adsig\u00adkeit, sie so aus dem Schlaf zu rei\u00ad\u00dfen, und dass ich mir ja wohl auch einen ande\u00adrer Kopf\u00adkis\u00adsen-Ersatz h\u00e4t\u00adte suchen k\u00f6nnen!<\/p>\n Einen Moment lang liegt mir eine eben\u00adso gif\u00adti\u00adge Erwi\u00adde\u00adrung auf der Zun\u00adge \u2013 schlie\u00df\u00adlich hat sie auch des\u00adhalb min\u00addes\u00adtens acht Stun\u00adden unge\u00adst\u00f6rt (und nicht durch einen \u00fcber\u00adm\u00fc\u00adde\u00adten Fah\u00adrer gef\u00e4hr\u00addet) schla\u00adfen k\u00f6n\u00adnen, weil ich mir die Nacht um die Ohren geschla\u00adgen habe, und \u00fcber\u00adhaupt, war\u00adum soll\u00adte ich<\/em> mir ein neu\u00ades Kopf\u00adkis\u00adsen suchen, wo ich doch l\u00e4ngst eins habe? \u2013 aber ein aus\u00adgie\u00adbi\u00adges gegen\u00adsei\u00adti\u00adges Ankei\u00adfen w\u00fcr\u00adde mit Sicher\u00adheit auch die ande\u00adren Pas\u00adsa\u00adgie\u00adre auf\u00adwe\u00adcken. Au\u00dfer\u00addem bin ich f\u00fcr so etwas viel zu m\u00fcde.<\/p>\n Also den\u00adke ich mir nur mei\u00adnen Teil und dre\u00adhe mich von ihr weg.<\/p>\n Bevor mir die Augen zufal\u00adlen, sehe ich noch, wie Anna den Kopf hebt und mir auf\u00admun\u00adternd zuzwin\u00adkert. Ich grin\u00adse zu ihr hin\u00ad\u00fcber \u2013 und bin im n\u00e4chs\u00adten Moment auch schon eingeschlafen.<\/p>\n R\u00fcck\u00adsichts\u00advol\u00adl\u00ader\u00adwei\u00adse weckt man mich erst kurz vor der Grenze.<\/p>\n Auf der t\u00fcr\u00adki\u00adschen Sei\u00adte wer\u00adden wir von gut\u00adge\u00adlaun\u00adten Z\u00f6ll\u00adnern rela\u00adtiv z\u00fcgig abgefertigt.<\/p>\n Die Tat\u00adsa\u00adche, dass nur zwei M\u00e4n\u00adner, aber sechs jun\u00adge Frau\u00aden im 608 sit\u00adzen, ist f\u00fcr sie ein will\u00adkom\u00adme\u00adner Anlass f\u00fcr raue, aber nicht feind\u00adse\u00adli\u00adge Wit\u00adze\u00adlei\u00aden \u2013 sie bie\u00adten Rolf an, ihm die \u201e\u00fcber\u00adsch\u00fcs\u00adsi\u00adgen\u201d Frau\u00aden abzu\u00adkau\u00adfen, und unser Fah\u00adrer l\u00e4sst sich auf ein scherz\u00adhaf\u00adtes Feil\u00adschen ein. Trotz des hei\u00adte\u00adren Ton\u00adfalls fin\u00adde ich es beru\u00adhi\u00adgend zu h\u00f6ren, dass Rolfs For\u00adde\u00adrun\u00adgen so exor\u00adbi\u00adtant hoch sind, dass die Z\u00f6ll\u00adner in schal\u00adlen\u00addes Gel\u00e4ch\u00adter aus\u00adbre\u00adchen und Nie\u00admand auf die Idee kommt, das Gan\u00adze auch nur eine Sekun\u00adde lang Ernst zu nehmen.<\/p>\n \u201e<\/span>Lei\u00adder ist nicht davon aus\u00adzu\u00adge\u00adhen, dass es auf der per\u00adsi\u00adschen Sei\u00adte so lus\u00adtig wei\u00adter\u00adgeht,\u201d erkl\u00e4rt Rolf, w\u00e4h\u00adrend wir auf die ira\u00adni\u00adsche Grenz\u00adsta\u00adti\u00adon Baz\u00adar\u00adgan zurollen.<\/p>\n \u201e<\/span>Ich bin da jetzt bestimmt min\u00addes\u00adtens eine Stun\u00adde lang wegen des Car\u00adnets unter\u00adwegs,\u201d f\u00e4hrt er fort, \u201eihr m\u00fcsst euch der\u00adweil im Haupt\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adde einen Stem\u00adpel in den Pass machen las\u00adsen. Danach m\u00fcsst ihr dann mit eurem Impf\u00adpass in die Bara\u00adcke da dr\u00fc\u00adben rein und euch eine Beschei\u00adni\u00adgung aus\u00adstel\u00adlen las\u00adsen, dass ihr die vor\u00adge\u00adschrie\u00adbe\u00adnen Imp\u00adfun\u00adgen habt. Und da wir hier nicht \u00fcber\u00adnach\u00adten wol\u00adlen, bit\u00adte immer nett und h\u00f6f\u00adlich l\u00e4cheln, egal, was sie sich auch ein\u00adfal\u00adlen las\u00adsen. Bit\u00adte behan\u00addelt jeden uni\u00adfor\u00admier\u00adten Voll\u00adidio\u00adten so unter\u00adw\u00fcr\u00adfig, als w\u00e4re er der ver\u00addamm\u00adte Schah h\u00f6chst\u00adper\u00ads\u00f6n\u00adlich, o.k.?\u201d<\/p>\n Die Hei\u00adter\u00adkeit, die eben noch im Bus geherrscht hat, weicht schlag\u00adar\u00adtig einer beklom\u00adme\u00adnen Stimmung.<\/p>\n Beim Stich\u00adwort \u201eSchah\u201d denkt wohl jeder von uns an des\u00adsen Deutsch\u00adland-Besuch vor zehn Jah\u00adren<\/a>, als am 2. Juni 1967 der 26j\u00e4hrige Stu\u00addent Ben\u00adno Ohnes\u00adorg<\/a> in Ber\u00adlin von einem Poli\u00adzis\u00adten erschos\u00adsen wurde.<\/p>\n Zwar war ich im Som\u00admer \u201867 gera\u00adde mal zw\u00f6lf Jah\u00adre alt, aber ich erin\u00adne\u00adre mich noch gut dar\u00adan, wie ent\u00adsetzt mei\u00adne Eltern die\u00adse Nach\u00adricht auf\u00adge\u00adnom\u00admen und dar\u00ad\u00fcber gere\u00addet hat\u00adten. Mei\u00adne Mut\u00adter hat\u00adte n\u00e4m\u00adlich \u2013 als eif\u00adri\u00adge Lese\u00adrin der Regen\u00adbo\u00adgen\u00adpres\u00adse<\/a> \u2013 die Geschich\u00adten \u00fcber das Pri\u00advat\u00adle\u00adben des Schahs Moham\u00admad Reza Pahl\u00adavi<\/a>, ins\u00adbe\u00adson\u00adde\u00adre \u00fcber sei\u00adne Ehe mit der deutsch\u00adst\u00e4m\u00admi\u00adgen Sora\u00adya Esfan\u00addia\u00adry Bakhtia\u00adri<\/a>, ver\u00adschlun\u00adgen und glaub\u00adte daher, auch \u201emensch\u00adli\u00adche Sei\u00adten\u201d des Des\u00adpo\u00adten zu (er-)kennen. Obwohl sie, wie mein Vater, aus einer tra\u00addi\u00adtio\u00adnell \u201eden Sozis\u201d ver\u00adbun\u00adde\u00adnen Arbei\u00adter\u00adfa\u00admi\u00adlie stamm\u00adte, heg\u00adte sie also gewis\u00adse Sym\u00adpa\u00adthien f\u00fcr Sora\u00adya (\u201edie \u00c4rms\u00adte!\u201d), wie auch f\u00fcr deren Ex-Gatten\u2026<\/p>\n Aller\u00addings nur bis zu jenen Tagen im Juni, als anl\u00e4ss\u00adlich des Schah-Besuchs in Ber\u00adlin Ben\u00adno Ohnes\u00adorg unter omi\u00adn\u00f6\u00adsen Umst\u00e4n\u00adden ums Leben gebracht wur\u00adde \u2013 dass sei\u00adne Frau mit dem ers\u00adten gemein\u00adsa\u00admen Kind schwan\u00adger war, fand Mama beson\u00adders tra\u00adgisch \u2013 und am Tag danach, als der Schah nach Nord\u00addeutsch\u00adland wei\u00adter\u00adreis\u00adte, auch in Ham\u00adburg die vom SAVAK<\/span><\/a> ange\u00adheu\u00ader\u00adten \u201eJubel\u00adper\u00adser\u201d<\/a> unge\u00adstraft Anti-Schah-Demons\u00adtran\u00adten auf bru\u00adtals\u00adte Wei\u00adse zusam\u00admen\u00adpr\u00fc\u00adgeln durf\u00adten, w\u00e4h\u00adrend die deut\u00adsche Poli\u00adzei taten\u00adlos zusah.<\/p>\n \u201e<\/span>So sieht also das Vor\u00adzim\u00admer einer Dik\u00adta\u00adtur aus\u2026\u201d, mur\u00admelt Ulli lei\u00adse, als wir im G\u00e4n\u00adse\u00admarsch das Zoll\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adde betre\u00adten. Rolf dreht sich um und wirft ihm einen war\u00adnen\u00adden Blick zu. \u201eEs gibt hier Leu\u00adte, die ver\u00adste\u00adhen deutsch!\u201d zischt er, ohne den Mund zu bewegen.<\/p>\n Ich muss mich zusam\u00admen\u00adrei\u00ad\u00dfen, um nicht ner\u00adv\u00f6s loszukichern.<\/p>\n Es wim\u00admelt vor Uniformtr\u00e4gern.<\/p>\n Eine ver\u00adgleich\u00adba\u00adre Dich\u00adte von mili\u00adt\u00e4\u00adri\u00adschem Zwirn und gl\u00e4n\u00adzen\u00adden Abzei\u00adchen habe ich erst ein\u00admal im Leben gese\u00adhen, als das Schick\u00adsal vier Kom\u00admi\u00adli\u00adto\u00adnIn\u00adnen und mich 1975 (auf dem Weg ins sei\u00adne Befrei\u00adung fei\u00adern\u00adde Por\u00adtu\u00adgal<\/a>) in eine Poli\u00adzei\u00adsta\u00adti\u00adon s\u00fcd\u00adlich der Pyre\u00adn\u00e4\u00aden ver\u00adschlug \u2013 stimmt, das war auch in einer Dik\u00adta\u00adtur, damals wur\u00adde Spa\u00adni\u00aden ja noch von Fran\u00adco regiert.<\/p>\n Aber das ist eine ande\u00adre Geschichte\u2026<\/p>\n Hin\u00adter einem sehr amt\u00adlich wir\u00adken\u00adden Tre\u00adsen befin\u00adden sich grim\u00admig bli\u00adcken\u00adde Ira\u00adner in Ope\u00adret\u00adten\u00aduni\u00adfor\u00admen. \u00dcber ihren K\u00f6p\u00adfen h\u00e4ngt ein \u00fcber\u00adle\u00adbens\u00adgro\u00ad\u00dfes Por\u00adtrait des Schahs, das in punk\u00adto Kit\u00adschig\u00adkeit und bon\u00adbon\u00ads\u00fc\u00ad\u00dfer Farb\u00adge\u00adbung jeden r\u00f6h\u00adren\u00adden Hir\u00adschen und jede bunt illu\u00admi\u00adnier\u00adte vene\u00adzia\u00adni\u00adsche Plas\u00adtik-Gon\u00addel um L\u00e4n\u00adgen schl\u00e4gt.<\/p>\n Wir stel\u00adlen uns brav ans Ende der schwei\u00adgend war\u00adten\u00adden Schlan\u00adge, und nach etwa einer hal\u00adben Stun\u00adde bin ich an der Reihe.<\/p>\n Der Gene\u00adral (wenn man mal von der Men\u00adge des \u00fcber sei\u00adne Uni\u00adform\u00adja\u00adcke ver\u00adteil\u00adten Lamet\u00adtas aus\u00adgeht\u2026) hin\u00adter dem Tre\u00adsen bl\u00e4t\u00adtert so aus\u00adgie\u00adbig in mei\u00adnem Pass, als k\u00f6n\u00adne er dar\u00adin die Ant\u00adwor\u00adten auf alle wich\u00adti\u00adgen Fra\u00adgen des Lebens finden.<\/p>\n Rolfs Anwei\u00adsun\u00adgen fol\u00adgend, l\u00e4ch\u00adle ich ihn unun\u00adter\u00adbro\u00adchen freund\u00adlich an \u2013 bis ich schlie\u00df\u00adlich das Gef\u00fchl habe, dass ein Krampf mei\u00adner gesam\u00adten Gesichts\u00admus\u00adku\u00adla\u00adtur unmit\u00adtel\u00adbar bevor\u00adsteht. Gl\u00fcck\u00adli\u00adcher\u00adwei\u00adse ist er just in die\u00adsem Moment mit dem Stu\u00addi\u00adum mei\u00adnes Pas\u00adses fer\u00adtig, stem\u00adpelt ihn schwung\u00advoll ab und schiebt ihn \u00fcber den Tisch in mei\u00adne Rich\u00adtung, w\u00e4h\u00adrend er eine Unter\u00adhal\u00adtung mit dem rechts von ihm pos\u00adtier\u00adten Kol\u00adle\u00adgen beginnt.<\/p>\n Der Kerl hat mich kein ein\u00adzi\u00adges Mal ange\u00adse\u00adhen; ich h\u00e4t\u00adte eben\u00adso gut Gri\u00admas\u00adsen schnei\u00adden k\u00f6nnen!<\/p>\n Ich trot\u00adte hin\u00ad\u00fcber zu dem klei\u00adne\u00adren Geb\u00e4u\u00adde, wo wir uns die ira\u00adni\u00adsche Impf\u00adbe\u00adst\u00e4\u00adti\u00adgung abho\u00adlen sol\u00adlen. Dort gibt es weni\u00adger Lamet\u00adta, und die \u00dcber\u00adpr\u00fc\u00adfung mei\u00adnes Impf\u00adaus\u00adwei\u00adses dau\u00adert auch nicht ann\u00e4\u00adhernd so lan\u00adge wie die mei\u00adnes Reisepasses.<\/p>\n Schon nach zehn Minu\u00adten bin ich wie\u00adder drau\u00dfen.<\/p>\n Der B\u00fcr\u00adger\u00adsteig vor die\u00adsem Geb\u00e4u\u00adde befin\u00addet sich etwa einen hal\u00adben Meter h\u00f6her als die davor ver\u00adlau\u00adfen\u00adde Stra\u00ad\u00dfe \u2013 ver\u00admut\u00adlich, weil die sich bei Regen in eine Schlamm\u00adkuh\u00adle ver\u00adwan\u00addelt. Ich blei\u00adbe ste\u00adhen, um mir Stem\u00adpel und Beschei\u00adni\u00adgung anzugucken.<\/p>\n Aus dem Augen\u00adwin\u00adkel sehe ich einen Mann her\u00adan\u00adkom\u00admen, r\u00fch\u00adre mich aber nicht von der Stel\u00adle, weil der Geh\u00adweg bei\u00adna\u00adhe zwei Meter breit ist. Er hat also jede Men\u00adge Platz, um an mir vor\u00adbei zu gehen.<\/p>\n Tut er aber nicht.<\/p>\n Der Kerl rennt ein\u00adfach mit\u00adten in mich rein, und w\u00e4re ich nicht im letz\u00adten Moment doch noch etwas aus\u00adge\u00adwi\u00adchen, h\u00e4t\u00adte er mich mit Schwung auf die Stra\u00ad\u00dfe hin\u00adun\u00adter bef\u00f6rdert.<\/p>\n \u201e<\/span>Ey, du Idi\u00adot, hast du kei\u00adne Augen im Kopf? Kannst du nicht auf\u00adpas\u00adsen, wo du hin\u00adlatscht?\u201d mot\u00adze ich los.<\/p>\n Dass der eher sch\u00e4\u00adbig geklei\u00adde\u00adte Mann wahr\u00adschein\u00adlich nicht gera\u00adde zu den in Deutsch\u00adland aus\u00adge\u00adbil\u00adde\u00adten Mili\u00adt\u00e4rs oder Geheim\u00addienst\u00adlern geh\u00f6rt, die mei\u00adne Schimpf\u00adka\u00adno\u00adna\u00adde ver\u00adste\u00adhen k\u00f6nn\u00adten, spielt dabei kei\u00adne Rol\u00adle. In Istan\u00adbul, wo ich hin und wie\u00adder im Gedr\u00e4n\u00adge begrab\u00adscht wur\u00adde, habe ich gelernt, dass es bei ver\u00adba\u00adler Gegen\u00adwehr nicht auf die Spra\u00adche, son\u00addern auf den Ton\u00adfall und auf die Laut\u00adst\u00e4r\u00adke ankommt.<\/p>\n Doch w\u00e4h\u00adrend die der\u00adart blo\u00df\u00adge\u00adstell\u00adten M\u00e4n\u00adner in Istan\u00adbul stets pein\u00adlich ber\u00fchrt auf mei\u00adne Tira\u00adden reagier\u00adten und schleu\u00adnigst die Flucht antra\u00adten (einer w\u00e4re mal fast unter die R\u00e4der gekom\u00admen, weil er so panisch vom B\u00fcr\u00adger\u00adsteig auf die Fahr\u00adbahn sprang), ist die\u00adser Ira\u00adner anschei\u00adnend der Mei\u00adnung, es sei sein gutes Recht, mich umzu\u00adren\u00adnen und auf die Stra\u00ad\u00dfe zu schubsen.<\/p>\n Er ant\u00adwor\u00adtet mit einer genau\u00adso lau\u00adten und noch weit\u00adaus emp\u00f6r\u00adter klin\u00adgen\u00adden Beschimp\u00adfung und kommt mit erho\u00adbe\u00adner Hand auf mich zu. Offen\u00adsicht\u00adlich will er mich schlagen.<\/p>\n Ich bin v\u00f6l\u00adlig fas\u00adsungs\u00adlos\u2026 und wie zur Salz\u00ads\u00e4u\u00adle erstarrt.<\/p>\n Gl\u00fcck\u00adli\u00adcher\u00adwei\u00adse sind inzwi\u00adschen aber zwei ande\u00adre M\u00e4n\u00adner, eben\u00adfalls ira\u00adni\u00adsche Zivi\u00adlis\u00adten, auf den Vor\u00adfall auf\u00admerk\u00adsam gewor\u00adden und zu uns geeilt. Sie fal\u00adlen ihm in den Arm und reden in beru\u00adhi\u00adgen\u00addem Ton\u00adfall auf ihn ein. Dann gehen sie mit ihm zusam\u00admen weg, ohne mich auch nur eines Bli\u00adckes zu w\u00fcrdigen.<\/p>\n Ver\u00adwirrt und ver\u00ad\u00e4r\u00adgert blei\u00adbe ich zur\u00fcck \u2013 und fra\u00adge mich, ob ich mit dem \u00dcber\u00adschrei\u00adten der Gren\u00adze zum Iran unsicht\u00adbar gewor\u00adden bin?<\/p>\n \u201e<\/span>Nimm das nicht per\u00ads\u00f6n\u00adlich,\u201d r\u00e4t mir Rolf, als ich sp\u00e4\u00adter im Bus von mei\u00adnem Erleb\u00adnis erz\u00e4h\u00adle. \u201eDie\u00adse Ker\u00adle k\u00f6n\u00adnen vor lau\u00adter Min\u00adder\u00adwer\u00adtig\u00adkeits\u00adkom\u00adple\u00adxen kaum aus den Augen gucken, und die ein\u00adzi\u00adgen, die ihrer Mei\u00adnung nach noch eine Stu\u00adfe unter ihnen ste\u00adhen und denen sie sich \u00fcber\u00adle\u00adgen f\u00fch\u00adlen k\u00f6n\u00adnen, sind nun mal Frauen.\u201d<\/p>\n \u201e<\/span>Min\u00adder\u00adwer\u00adtig\u00adkeits\u00adkom\u00adplex? Mir kam der Knilch eher gr\u00f6\u00ad\u00dfen\u00adwahn\u00adsin\u00adnig vor. Der hat echt erwar\u00adtet, dass ich vom Geh\u00adweg sprin\u00adge, damit er den in vol\u00adler Brei\u00adte f\u00fcr sich allein hat!\u201d<\/p>\n \u201e<\/span>Ne, ne, glaub mir, das sind Min\u00adder\u00adwer\u00adtig\u00adkeits\u00adkom\u00adple\u00adxe,\u201d beharrt Rolf.<\/p>\n \u201e<\/span>Du musst beden\u00adken, das Per\u00adsi\u00aden mal eine rich\u00adti\u00adge Gro\u00df\u00admacht war. Das ist zwar schon so lan\u00adge her, dass es schon fast nicht mehr wahr ist \u2013 aber nur f\u00fcr uns\u2026 Im per\u00adsi\u00adschen Gro\u00df\u00adreich gab es m\u00e4ch\u00adti\u00adge Herr\u00adscher, erfolg\u00adrei\u00adche Erobe\u00adrer, bedeu\u00adten\u00adde Gelehr\u00adte und K\u00fcnst\u00adler, als unse\u00adre Vor\u00adfah\u00adren in Nord\u00adeu\u00adro\u00adpa noch auf \u2018nem B\u00e4ren\u00adfell penn\u00adten. Und die Erin\u00adne\u00adrung dar\u00adan wird hier\u00adzu\u00adlan\u00adde leben\u00addig gehal\u00adten. Nur hat das lei\u00adder nicht den beab\u00adsich\u00adtig\u00adten Effekt, dass die heu\u00adti\u00adgen Per\u00adser stolz auf ihr Land sind, son\u00addern die sehen dadurch eher ihre gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adge poli\u00adti\u00adsche und wirt\u00adschaft\u00adli\u00adche Bedeu\u00adtungs\u00adlo\u00adsig\u00adkeit noch viel kla\u00adrer. Ich mei\u00adne, die Per\u00adser pro\u00adfi\u00adtie\u00adren ja nicht mal von ihrem Erd\u00ad\u00f6l selbst \u2013 der Schah hat alle Rech\u00adte an aus\u00adl\u00e4n\u00addi\u00adsche Kon\u00adzer\u00adne vergeben\u2026\u201d<\/p>\n Rolf zuckt mit den Schultern.<\/p>\n \u201e<\/span>Ich stell mir das immer unge\u00adf\u00e4hr so vor, als wenn die USA<\/span> durch irgend\u00adwel\u00adche Kata\u00adstro\u00adphen auf das Niveau eines Ent\u00adwick\u00adlungs\u00adlan\u00addes absa\u00adcken w\u00fcr\u00adden. Das w\u00fcr\u00adden die Amis auch nicht beson\u00adders wit\u00adzig fin\u00adden, wenn sie mit ihren Dol\u00adlars und ihrer Army kei\u00adnen Hund mehr hin\u00adterm Ofen her\u00advor locken k\u00f6nnten.\u201d<\/p>\n Auch wenn mir Rolfs Erkl\u00e4\u00adrung ein\u00adleuch\u00adtet, bin ich nach wie vor der Mei\u00adnung, dass der Typ an der Gren\u00adze ein unsym\u00adpa\u00adthi\u00adscher Mist\u00adkerl war.<\/p>\n Irgend\u00adwie ist mir die\u00adses gan\u00adze Land von Anfang an unsympathisch.<\/p>\n Und je mehr wir davon zu sehen bekom\u00admen, des\u00adto mehr ver\u00adst\u00e4rkt sich die\u00adser Eindruck.<\/p>\n Da fah\u00adren wir bei\u00adspiels\u00adwei\u00adse durch ein wirk\u00adlich elen\u00addes klei\u00adnes Kaff voll br\u00f6\u00adckeln\u00adder, wind\u00adschie\u00adfer Lehm\u00adh\u00fct\u00adten. Es ist mit\u00adten in der W\u00fcs\u00adte, es ist br\u00fcl\u00adlend hei\u00df (min\u00addes\u00adtens 40 Grad im Schat\u00adten), stau\u00adbig und schmut\u00adzig, und ich sehe eine d\u00fcr\u00adre, in schwar\u00adzes Tuch geh\u00fcll\u00adte alte Frau in einem Ger\u00f6ll\u00adhau\u00adfen herumw\u00fchlen.<\/p>\n Und dann, im Zen\u00adtrum die\u00adses gott\u00adver\u00adlas\u00adse\u00adnen Ortes: ein mega-kit\u00adschi\u00adger, ver\u00adschwen\u00adde\u00adrisch spru\u00addeln\u00adder Springbrunnen!<\/p>\n In der Mit\u00adte steht ein strah\u00adlend wei\u00ad\u00dfes, \u00fcber\u00adle\u00adbens\u00adgro\u00ad\u00dfes Stand\u00adbild des Schah. Zu sei\u00adnen F\u00fc\u00dfen ergie\u00ad\u00dfen sich Kas\u00adka\u00adden kost\u00adba\u00adren Was\u00adsers in ein eben\u00adso strah\u00adlend wei\u00ad\u00dfes Bas\u00adsin, und ein\u00adge\u00adfasst ist das Gan\u00adze von bun\u00adten Blu\u00admen-Rabat\u00adten, von wun\u00adder\u00adsch\u00f6\u00adnen gel\u00adben und roten Rosen, den ers\u00adten Blu\u00admen, die wir in die\u00adsem \u00f6den Land\u00adstrich \u00fcber\u00adhaupt zu sehen bekommen.<\/p>\n \u201e<\/span>War\u00adum holt sich da denn kei\u00adner Was\u00adser \u2013 so aus\u00adge\u00addorrt, wie die G\u00e4r\u00adten und Fel\u00adder der Leu\u00adte sind?\u201d fragt Anna.<\/p>\n \u201e<\/span>Dar\u00adauf steht bestimmt die Todes\u00adstra\u00adfe,\u201d ver\u00admu\u00adtet Rolf.<\/p>\n \u201e<\/span>Und war\u00adum gehen nicht wenigs\u00adtens die Kin\u00adder im Brun\u00adnen plant\u00adschen, bei der Hitze\u2026?\u201d<\/p>\n \u201e<\/span>Dar\u00adauf steht bestimmt auch die Todesstrafe.\u201d<\/p>\n Sp\u00e4\u00adtes\u00adtens, als wir am Nach\u00admit\u00adtag bei einer Art Fern\u00adfah\u00adrer-Cafe\u00adte\u00adria hal\u00adten \u2013 so etwas wie ein \u201erich\u00adti\u00adges\u201d Restau\u00adrant scheint es in kei\u00adnem der Orte, die wir pas\u00adsie\u00adren, zu geben \u2013 schlie\u00ad\u00dfen sich die ande\u00adren Frau\u00aden im Bus mei\u00adnem ver\u00adnich\u00adten\u00adden Urteil \u00fcber den Iran an (abge\u00adse\u00adhen von Cathe\u00adri\u00adne, die nicht zum ers\u00adten Mal hier ist und ohne\u00adhin schon die\u00adser Mei\u00adnung war)\u2026<\/p>\n Wir neh\u00admen in der Gast\u00adst\u00e4t\u00adte an einem gro\u00ad\u00dfen Tisch Platz, und erst Anna, dann Agnes und zuletzt Inge ver\u00adsu\u00adchen, bei einem der her\u00adum\u00adflit\u00adzen\u00adden Kell\u00adner eine Bestel\u00adlung auf\u00adzu\u00adge\u00adben. Ver\u00adgeb\u00adlich. Sie wer\u00adden kon\u00adse\u00adquent ignoriert.<\/p>\n Erst als Rolf einem Kell\u00adner zuwinkt, kommt der an unse\u00adren Tisch und beugt sich dienst\u00adbe\u00adflis\u00adsen zu ihm hinunter.<\/p>\n \u201e<\/span>Okay, M\u00e4dels, ich muss ihm jetzt sagen, was ihr zu essen kriegt,\u201d unser Fah\u00adrer grinst breit. Offen\u00adbar fin\u00addet er die Situa\u00adti\u00adon nicht unkomisch.<\/p>\n \u201e<\/span>Also, ihr habt die Wahl zwi\u00adschen Reis mit ran\u00adzi\u00adger But\u00adter, Reis mit Zwie\u00adbeln und ran\u00adzi\u00adger But\u00adter und Reis mit Fleisch, Zwie\u00adbeln und ran\u00adzi\u00adger Butter.\u201d<\/p>\n Es stellt sich her\u00adaus, dass das<\/em> kein Witz ist.<\/p>\n Ich ent\u00adschei\u00adde mich f\u00fcr Reis mit But\u00adter und (rohen) Zwie\u00adbeln, und als ich sp\u00e4\u00adter die nahe\u00adzu unge\u00adnie\u00df\u00adba\u00adren, knor\u00adpe\u00adli\u00adgen Fleisch\u00adst\u00fc\u00adcke auf Rosis Tel\u00adler sehe, begl\u00fcck\u00adw\u00fcn\u00adsche ich mich inner\u00adlich zu die\u00adser Wahl.<\/p>\n Unse\u00adre ers\u00adte Nacht in die\u00adsem Land ver\u00adbrin\u00adgen wir auf einer Art Cam\u00adping\u00adplatz, des\u00adsen sani\u00adt\u00e4\u00adre Ein\u00adrich\u00adtun\u00adgen mich ein wenig mit der Unfreund\u00adlich\u00adkeit sei\u00adner m\u00e4nn\u00adli\u00adchen Bewoh\u00adner vers\u00f6hnen.<\/p>\n Zwar gibt es auch hier nur kal\u00adtes Was\u00adser, aber die R\u00e4um\u00adlich\u00adkei\u00adten sind von einer Sau\u00adber\u00adkeit, die wir seit Istan\u00adbul nicht mehr erlebt haben.<\/p>\n Etwa zehn Kilo\u00adme\u00adter vor Tehe\u00adran taucht neben der Stra\u00ad\u00dfe der gr\u00f6\u00df\u00adte und erb\u00e4rm\u00adlichs\u00adte Slum auf, den wir bis\u00adlang gese\u00adhen haben. Wer hier einen fens\u00adter\u00adlo\u00adsen Lehm- oder Zement\u00adw\u00fcr\u00adfel sein eigen nennt, geh\u00f6rt wohl schon zu den Bes\u00adser\u00adge\u00adstell\u00adten. Es gibt auch Behau\u00adsun\u00adgen, die nur aus Well\u00adblech und Pap\u00adpe zu bestehen scheinen.<\/p>\n Ich bin ehr\u00adlich schockiert.<\/p>\n Das zu foto\u00adgra\u00adfie\u00adren, erscheint mir nicht rich\u00adtig, aber dann tue ich es doch \u2013 aller\u00addings nur aus der Ent\u00adfer\u00adnung und in einem Moment, als sich kei\u00adne Ein\u00adhei\u00admi\u00adschen in der N\u00e4he des Bus\u00adses befin\u00adden, die es bemer\u00adken k\u00f6nnten.<\/p>\n Als die Sky\u00adline von Tehe\u00adran in Sicht kommt, bin ich froh, dass ich die Elends\u00adquar\u00adtie\u00adre foto\u00adgra\u00adfiert habe. Denn ich glau\u00adbe, dass ich den Kon\u00adtrast zwi\u00adschen die\u00adsen men\u00adschen\u00adun\u00adw\u00fcr\u00addi\u00adgen H\u00fct\u00adten und den moder\u00adnen Hoch\u00adh\u00e4u\u00adsern der Haupt\u00adstadt mit Wor\u00adten nie so gut beschrei\u00adben k\u00f6nn\u00adte, wie ein Bild ihn dar\u00adstel\u00adlen kann\u2026<\/p>\n Wir fah\u00adren auf einer mehr\u00adspu\u00adri\u00adgen Pracht-Allee in die Stadt hinein.<\/p>\n Links und rechts erhe\u00adben sich B\u00fcro- und Shop\u00adping-Pal\u00e4s\u00adte aus Beton und Glas, und die teu\u00ader aus\u00adse\u00adhen\u00adden Gesch\u00e4f\u00adte mit ihren gro\u00ad\u00dfen Schau\u00adfens\u00adtern k\u00f6nn\u00adten auch die zen\u00adtra\u00adle Ein\u00adkaufs\u00adstra\u00ad\u00dfe einer s\u00fcd\u00adeu\u00adro\u00adp\u00e4i\u00adschen Metro\u00adpo\u00adle s\u00e4umen.<\/p>\n Auch die gut geklei\u00adde\u00adten Men\u00adschen, die an den Aus\u00adla\u00adgen der Gesch\u00e4f\u00adte ent\u00adlang fla\u00adnie\u00adren, unter\u00adstrei\u00adchen die\u00adsen Ein\u00addruck; sogar eini\u00adge Frau\u00aden ohne Kopf\u00adtuch und in gera\u00adde mal knie\u00adlan\u00adgen R\u00f6cken bekom\u00admen wir zu sehen.<\/p>\n Doch die Illu\u00adsi\u00adon euro\u00adp\u00e4i\u00adscher Lebens\u00adart ver\u00adfliegt in dem Moment, als Rolf von der Haupt\u00adstra\u00ad\u00dfe abbiegt und wir in einen der \u00e4lte\u00adren Stadt\u00adtei\u00adle kom\u00admen \u2013 wo es, wie unser Fah\u00adrer ges\u00adtern Abend auf dem Cam\u00adping\u00adplatz erfah\u00adren hat, eine Mer\u00adce\u00addes-Nie\u00adder\u00adlas\u00adsung geben soll.<\/p>\n Es gibt sie, und Rolf hat sie erstaun\u00adlich schnell gefunden.<\/p>\n \u201e<\/span>Sie haben kei\u00adne Front\u00adschei\u00adbe f\u00fcr einen 608 da,\u201d ver\u00adk\u00fcn\u00addet er nach einer kur\u00adzen Unter\u00adre\u00addung mit dem Werkstatt-Chef.<\/p>\n \u201e<\/span>Aber sie haben meh\u00adre\u00adre 508er-Schei\u00adben, und nun neh\u00admen sie halt die.\u201d<\/p>\n \u201e<\/span>Aber ein 508 ist doch ein gan\u00adzes St\u00fcck nied\u00adri\u00adger?\u201d fragt Ulli.<\/p>\n \u201e<\/span>Stimmt. Da m\u00fcs\u00adsen die sich wohl was ein\u00adfal\u00adlen las\u00adsen,\u201d meint Rolf unbe\u00adk\u00fcm\u00admert, und, an uns gewandt: \u201edas wird hier bestimmt noch ein paar St\u00fcnd\u00adchen dau\u00adern. Ihr k\u00f6nnt euch also \u2013 bis etwa, sagen wir mal, drei Uhr \u2013 ein wenig die Stadt angu\u00adcken. Nor\u00adma\u00adler\u00adwei\u00adse fahr ich hier ja immer schnell durch, des\u00adhalb kann ich euch kaum Tipps geben\u2026 Ich kenn nur das \u201eAmir Kabir Hotel\u201d, das ist so \u2018ne Art Pud\u00adding Shop auf per\u00adsisch. Das fin\u00addet ihr irgend\u00adwo an der brei\u00adten Stra\u00ad\u00dfe da vorn, ich glau\u00adbe, links runter.\u201d<\/p>\n Inge und ich, seit Istan\u00adbul ein ein\u00adge\u00adspiel\u00adtes Team, zie\u00adhen zusam\u00admen los.<\/p>\n Zuerst gehen wir in Rich\u00adtung \u201eAmir Kabir\u201d.<\/p>\n Da ein Zwi\u00adschen\u00adstop in Tehe\u00adran nicht geplant gewe\u00adsen und nur der zer\u00adst\u00f6r\u00adten Wind\u00adschutz\u00adschei\u00adbe zu ver\u00addan\u00adken ist, hat\u00adten wir ja gar nicht damit gerech\u00adnet, auch die\u00adsen legen\u00add\u00e4\u00adren Hip\u00adpie-Treff per\u00ads\u00f6n\u00adlich in Augen\u00adschein neh\u00admen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n In dem Hotel ange\u00adkom\u00admen, sind wir aller\u00addings ent\u00adt\u00e4uscht \u2013 es ist eng und sch\u00e4\u00adbig, und im ange\u00adschlos\u00adse\u00adnen Restau\u00adrant gibt es nur eine sehr klei\u00adne Aus\u00adwahl an teu\u00adren und (wie wir fest\u00adstel\u00adlen, als wir in Ermang\u00adlung von Alter\u00adna\u00adti\u00adven trotz\u00addem etwas bestel\u00adlen) nicht son\u00adder\u00adlich schmack\u00adhaf\u00adten Gerichten.<\/p>\n Nach dem Essen trin\u00adken wir einen Tee in der Hotel-Lob\u00adby und inspi\u00adzie\u00adren das dor\u00adti\u00adge \u201eSchwar\u00adze Brett\u201d, auf dem sich \u00e4hn\u00adli\u00adche Nach\u00adrich\u00adten, Tipps und Spr\u00fc\u00adche fin\u00adden wie auf dem des Pud\u00adding Shops in Istan\u00adbul. Einen Text fin\u00adde ich so lus\u00adtig, dass ich ihn abschreibe:<\/p>\n Don\u2019t worry<\/em><\/p>\n <\/em><\/p>\n <\/em><\/p>\n The\u00adre are all\u00adways two possibilities:<\/em><\/p>\n You feel good, or you don\u2019t feel good.<\/p>\n If you feel good, you don\u2019t have to worry.<\/em><\/p>\n If you don\u2019t feel good, the\u00adre are two possibilities:<\/p>\n You are healt\u00adhy, or you are sick.<\/em><\/p>\n <\/em><\/p>\n If you are healt\u00adhy, you don\u2019t have to worry.<\/em><\/p>\n If you are sick, the\u00adre are two possibilities:<\/p>\n You will get well again, or you will die.<\/em><\/p>\n <\/em><\/p>\n If you get well again, you don\u2019t have to worry.<\/em><\/p>\n If you die, the\u00adre again are two possibilities:<\/p>\n You will fly up to hea\u00adven, or you will go down to hell.<\/em><\/p>\n <\/em><\/p>\n If you fly up to hea\u00adven, you don\u2019t have to worry.<\/em><\/p>\n And if you go down to hell, you\u2019ll be so damn busy<\/p>\n shaking hands with all your old friends,<\/p>\n that you won\u2019t have time to worry at all!<\/em><\/p>\n <\/p>\n Wir haben noch zwei Stun\u00adden Zeit, und ich erz\u00e4h\u00adle Inge, dass ich mir gern so einen Wasch-Hand\u00adschuh aus Zie\u00adgen\u00adhaar kau\u00adfen w\u00fcr\u00adde, wie ihn die Bade\u00adfrau im Istan\u00adbu\u00adler Hamam hat\u00adte. Sie bezwei\u00adfelt zwar, dass wir so etwas hier fin\u00adden wer\u00adden \u2013 aber ver\u00adsu\u00adchen k\u00f6nn\u00adten wir es ja\u2026<\/p>\n <\/p>\n Tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich ent\u00adde\u00adcke ich in einem Haus\u00adhalts\u00adwa\u00adren\u00adge\u00adsch\u00e4ft etwas in der Art des Pee\u00adling-Hand\u00adschuhs, mit dem die Natir mich bear\u00adbei\u00adtet hat. Aller\u00addings ist die\u00adses St\u00fcck hier aus Sisal und ver\u00admut\u00adlich eher zum Topf\u00adschrub\u00adben gedacht, aber das ist mir egal.<\/p>\n Die M\u00e4n\u00adner in dem Laden kichern und beneh\u00admen sich h\u00f6chst son\u00adder\u00adbar, und es dau\u00adert eine gan\u00adze Wei\u00adle, bis ich einen von ihnen dazu brin\u00adgen kann, f\u00fcr den Schrubb-Hand\u00adschuh zu kassieren.<\/p>\n \u201e<\/span>Irgend\u00adwie f\u00fch\u00adle ich mich die gan\u00adze Zeit wie ein Mars\u00admensch, so wie die einen hier anstar\u00adren,\u201d meint Inge unbe\u00adhag\u00adlich, als wir wie\u00adder drau\u00ad\u00dfen sind. \u201eDabei sind wir doch ganz z\u00fcch\u00adtig beklei\u00addet, Arme und Bei\u00adne sind bedeckt\u2026\u201d<\/p>\n W\u00e4h\u00adrend wir auf eine L\u00fccke in dem m\u00f6r\u00adde\u00adri\u00adschen Ver\u00adkehr war\u00adten, damit wir die Stra\u00ad\u00dfe \u00fcber\u00adque\u00adren k\u00f6n\u00adnen, sehen wir uns um, um unser Out\u00adfit mit dem der Frau\u00aden in die\u00adsem Teil Tehe\u00adrans zu vergleichen.<\/p>\n Und stel\u00adlen scho\u00adckiert fest, dass es hier schein\u00adbar kei\u00adne gibt \u2014 kei\u00adne mit und kei\u00adne ohne Kopf\u00adtuch, weder ver\u00admumm\u00adte noch unver\u00admumm\u00adte. Nicht ein ein\u00adzi\u00adges weib\u00adli\u00adches Wesen ist weit und breit zu sehen, noch nicht ein\u00admal in den Haus\u00adhalts\u00adwa\u00adren- oder Lebens\u00admit\u00adtel\u00adl\u00e4\u00adden. Nur M\u00e4n\u00adner aller Alters\u00adgrup\u00adpen, von den vie\u00adle \u2013 vor allem die j\u00fcn\u00adge\u00adren \u2013 h\u00e4nd\u00adchen\u00adhal\u00adtend unter\u00adwegs sind.<\/p>\n \u201e<\/span>Das ist irgend\u00adwie gespens\u00adtisch,\u201d sage ich zu Inge, und wir beei\u00adlen uns, \u00fcber die brei\u00adte Stra\u00ad\u00dfe und zur\u00fcck zum 608 zu kommen.<\/p>\n Die Mecha\u00adni\u00adker in der Mer\u00adce\u00addes-Werk\u00adstatt haben sich mitt\u00adler\u00adwei\u00adle Bemer\u00adkens\u00adwer\u00adtes ein\u00adfal\u00adlen las\u00adsen \u2013 sie haben die 508-Front\u00adschei\u00adbe ein\u00adge\u00adpasst und sind gera\u00adde dabei, einen Strei\u00adfen aus einer wei\u00adte\u00adren 508-Wind\u00adschutz\u00adschei\u00adbe so zurecht\u00adzu\u00adschnei\u00adden, dass er die noch offe\u00adne L\u00fccke f\u00fcllt. Mit\u00adhil\u00adfe eines (deut\u00adschen) \u201eSpe\u00adzi\u00adal-Kle\u00adbers\u201d wer\u00adden dann die bei\u00adden Glas\u00adschei\u00adben aneinandergef\u00fcgt.<\/p>\n Alle Pas\u00adsa\u00adgie\u00adre sind inzwi\u00adschen wie\u00adder beim Bus ein\u00adge\u00adtrof\u00adfen \u2013 und sich einig: Tehe\u00adran ist mit Istan\u00adbul nicht zu ver\u00adglei\u00adchen. Nie\u00adman\u00adden von uns w\u00fcr\u00adde es rei\u00adzen, hier meh\u00adre\u00adre Tage zu ver\u00adbrin\u00adgen. Wir sind alle froh, als es end\u00adlich wei\u00adter geht.<\/p>\n Rolf \u00fcber\u00adlegt schon, ob er mal wie\u00adder eine Nacht durch\u00adf\u00e4hrt \u2013 bis nach Mas\u00adhad, wo wir ohne\u00adhin noch min\u00addes\u00adtens einen Tag ver\u00adbrin\u00adgen wer\u00adden, weil man dort so lan\u00adge auf ein Visum f\u00fcr Afgha\u00adni\u00adstan war\u00adten muss.<\/p>\n Lei\u00adder fin\u00addet unser Fah\u00adrer die rich\u00adti\u00adge Aus\u00adfahrt\u00adstra\u00ad\u00dfe nicht auf Anhieb.<\/p>\n Nach\u00addem wir eine Wei\u00adle in einer \u00f6den, nach Vor\u00adstadt aus\u00adse\u00adhen\u00adden Gegend her\u00adum\u00adge\u00adfah\u00adren sind, ohne dass ihm irgend\u00adet\u00adwas bekannt vor\u00adkommt, h\u00e4lt er schlie\u00df\u00adlich neben einer am Stra\u00ad\u00dfen\u00adrand her\u00adum\u00adste\u00adhen\u00adden Grup\u00adpe ira\u00adni\u00adscher Jugend\u00adli\u00adcher an.<\/p>\n Cathe\u00adri\u00adne \u00f6ff\u00adnet die Sei\u00adten\u00adt\u00fcr, und Rolf \u2013 hof\u00adfend, dass ein oder zwei des Eng\u00adli\u00adschen m\u00e4ch\u00adtig sind \u2013 fragt nach der \u201eRoad to Mashad\u201d.<\/p>\n Die jun\u00adgen M\u00e4n\u00adner fan\u00adgen an, die\u00adse Fra\u00adge hit\u00adzig zu diskutieren.<\/p>\n \u201e<\/span>I show you, I show you!\u201d ruft schlie\u00df\u00adlich der lau\u00adtes\u00adte unter ihnen aus.<\/p>\n Ehe jemand von uns begreift, was da pas\u00adsiert, klet\u00adtert er in den Bus, schubst Cathe\u00adri\u00adne \u2013 ohne sie dabei auch nur anzu\u00adse\u00adhen (den Blick h\u00e4lt er stur auf unse\u00adren Fah\u00adrer gerich\u00adtet) \u2013 vom Bei\u00adfah\u00adrer\u00adsitz, nimmt dort Platz und beginnt, Rolf die Fahrt\u00adrou\u00adte zur Aus\u00adfahrt\u00adstra\u00ad\u00dfe Rich\u00adtung Osten zu erkl\u00e4\u00adren: \u201eFirst you go right, and then\u2026\u201d<\/p>\n Da hat Cathe\u00adri\u00adne ihre Ver\u00adbl\u00fcf\u00adfung aber bereits \u00fcber\u00adwun\u00adden, sich vom Boden des Bus\u00adses auf\u00adge\u00adrap\u00adpelt und st\u00fcrzt sich auf ihn wie eine Furie.<\/p>\n \u201e<\/span>You bloo\u00addy fuck\u00ading bas\u00adtard, who do you think you are,\u201d faucht sie den Ira\u00adner an und ver\u00adsetzt ihm einen hef\u00adti\u00adgen Sto\u00df, der ihn nicht nur vom Bei\u00adfah\u00adrer\u00adsitz, son\u00addern gleich die Stu\u00adfe hin\u00adun\u00adter und ganz aus dem Wagen bef\u00f6rdert.<\/p>\n Der jun\u00adge Mann klam\u00admert sich an die Wagen\u00adt\u00fcr und beschimpft sie mit zor\u00adnes\u00adro\u00adtem Kopf auf Far\u00adsi, w\u00e4h\u00adrend er wie\u00adder ein\u00adzu\u00adstei\u00adgen ver\u00adsucht \u2013 was Cathe\u00adri\u00adne ver\u00adhin\u00addert, indem sie sich am Sitz fest\u00adklam\u00admert und nach ihm tritt. Der\u00adweil fan\u00adgen auch sei\u00adne Freun\u00adde auf dem B\u00fcr\u00adger\u00adsteig an, auf\u00adge\u00adregt und aggres\u00adsiv herumzuschreien.<\/p>\n Rolf f\u00e4hrt lang\u00adsam an und gibt dann mehr und mehr Gas, bis der w\u00fcten\u00adde, neben dem Bus her ren\u00adnen\u00adde Kerl die Wagen\u00adt\u00fcr los\u00adlas\u00adsen muss und Cathe\u00adri\u00adne sie end\u00adlich wie\u00adder schlie\u00ad\u00dfen kann.<\/p>\n Im ers\u00adten Moment sagt Nie\u00admand im Bus etwas, aber ich mei\u00adne ein kol\u00adlek\u00adti\u00adves, erleich\u00adter\u00adtes Auf\u00adat\u00admen zu h\u00f6ren\u2026 Schlie\u00df\u00adlich spricht Anna aus, was alle den\u00adken: \u201eWow \u2013 das h\u00e4t\u00adte b\u00f6s\u2019 ins Auge gehen k\u00f6n\u00adnen. Was f\u00fcr ein Arschloch!\u201d<\/p>\n Nach dem Weg gefragt wird nun nicht mehr.<\/p>\n Unser Fah\u00adrer f\u00e4hrt ein\u00adfach solan\u00adge umher, bis er auf einer der Haupt\u00adstra\u00ad\u00dfen gelan\u00addet ist und wie\u00adder wei\u00df, wie er aus dem Moloch Tehe\u00adran herauskommt.<\/p>\n Aus sei\u00adnem Plan, bis nach Mas\u00adhad durch\u00adzu\u00adfah\u00adren, wird aber trotz\u00addem nichts.<\/p>\n Am sp\u00e4\u00adten Nach\u00admit\u00adtag errei\u00adchen wir mit\u00adten im Gebir\u00adge das Ende einer offen\u00adkun\u00addig vie\u00adle Kilo\u00adme\u00adter lan\u00adgen Auto\u00adschlan\u00adge. Es han\u00addelt sich nicht um einen Stau, nein, die Wagen ste\u00adhen. Die Insas\u00adsen vie\u00adler Fahr\u00adzeu\u00adge sind aus\u00adge\u00adstie\u00adgen und ste\u00adhen in Gr\u00fcpp\u00adchen am Stra\u00ad\u00dfen\u00adrand und unter\u00adhal\u00adten sich. Eini\u00adge haben begon\u00adnen, auf pro\u00advi\u00adso\u00adri\u00adschen Koch\u00adstel\u00adlen Mahl\u00adzei\u00adten zuzubereiten.<\/p>\n Rolf wei\u00df sofort, was los ist.<\/p>\n Er stellt den Motor ab und ver\u00adk\u00fcn\u00addet: \u201eSchluss, aus, das war\u2019s f\u00fcr heu\u00adte. Da vorn ist irgend\u00adwo eine Stein\u00adla\u00adwi\u00adne run\u00adter\u00adge\u00adkom\u00admen, und jetzt m\u00fcs\u00adsen sie erst ein\u00admal eine neue Stra\u00ad\u00dfe in den Fel\u00adsen spren\u00adgen. Das dau\u00adert bestimmt die gan\u00adze Nacht. Also lasst uns jetzt zu Abend essen, und dann wer\u00adden wir zur Abwechs\u00adlung mal wie\u00adder alle\u00adsamt im Bus \u00fcbernachten\u2026\u201d<\/p>\n 27. August Am Hori\u00adzont sind bereits die ers\u00adten rosig schim\u00admern\u00adden Vor\u00adbo\u00adten der dem\u00adn\u00e4chst auf\u00adge\u00adhen\u00adden Son\u00adne zu sehen, als ich mich aus dem Dau\u00adnen\u00adschlaf\u00adsack sch\u00e4\u00adle und vom Bei\u00adfah\u00adrer\u00adsitz in den hin\u00adte\u00adren Bereich des Bus\u00adses klet\u00adte\u00adre, um mich als \u2013 f\u00fcr Kof\u00ad\u00adfe\u00adin- und Niko\u00ad\u00adtin-Nach\u00ad\u00adschub zust\u00e4n\u00addi\u00adge \u2013 \u201eSte\u00adwar\u00addess\u201d des Fah\u00adrers von Inge abl\u00f6\u00adsen zu las\u00adsen. Die dra\u00adma\u00adtisch stei\u00adlen \u2026 7. Im Land der unsicht\u00adba\u00adren Frau\u00aden<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":183,"menu_order":7,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-227","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=227"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/227\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1822,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/227\/revisions\/1822"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}
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