define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":234,"date":"2014-06-01T21:09:39","date_gmt":"2014-06-01T19:09:39","guid":{"rendered":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=234"},"modified":"2024-04-18T00:13:11","modified_gmt":"2024-04-17T22:13:11","slug":"9-zu-besuch-beim-kleinen-muck","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=234","title":{"rendered":"9. Zu Besuch beim kleinen Muck"},"content":{"rendered":"
Auf den ers\u00adten Blick ist Afgha\u00adni\u00adstan<\/a> vor allem eines \u2013 sandig.<\/p>\n Unter der glei\u00ad\u00dfen\u00adden Son\u00adne, die die hei\u00ad\u00dfe Luft flim\u00admern und den Hori\u00adzont ver\u00adschwim\u00admen l\u00e4sst, erstreckt sich eine stau\u00adbi\u00adge und, abge\u00adse\u00adhen von ein ziem\u00adlich fla\u00adchen H\u00fcgeln, fast ebe\u00adne W\u00fcs\u00adten\u00adland\u00adschaft. Au\u00dfer ver\u00adtrock\u00adne\u00adtem Gestr\u00fcpp <\/span>gibt es kei\u00adne Spu\u00adren irgend\u00adei\u00adner Vege\u00adta\u00adti\u00adon, und auch f\u00fcr mensch\u00adli\u00adches oder tie\u00adri\u00adsches Leben sind nir\u00adgend\u00adwo Anzei\u00adchen zu entdecken.<\/p>\n Umso unwirk\u00adli\u00adcher wirkt das ein\u00adsa\u00adme, von einer hohen Mau\u00ader umge\u00adbe\u00adne Haus, das nach etwa einer Stun\u00adde Fahrt neben der Stra\u00ad\u00dfe auf\u00adtaucht. Die das ein\u00adge\u00adschos\u00adsi\u00adge Geb\u00e4u\u00addes umge\u00adben\u00adde, lehm\u00adver\u00adputz\u00adte Mau\u00ader und des\u00adsen W\u00e4n\u00adde haben den glei\u00adchen hell sand\u00adfar\u00adbe\u00adnen Farb\u00adton wie der gr\u00f6\u00df\u00adte Teil der kar\u00adgen Ein\u00ad\u00f6de um uns herum. Als unser Fah\u00adrer aus dem Bus springt und ich nach mei\u00adner Umh\u00e4n\u00adge\u00adta\u00adsche grei\u00adfe, um ihm, zusam\u00admen mit den Ande\u00adren, zu fol\u00adgen, \u00f6ff\u00adnet sich das schwe\u00adre Holz\u00adtor in der Mauer. \u201e<\/span>Hey, Baba, nice to see you again,\u201d begr\u00fc\u00dft Rolf den Haus\u00adherrn des W\u00fcsten-Hotels. Unser Gast\u00adge\u00adber l\u00e4dt uns mit einer schwung\u00advol\u00adlen Hand\u00adbe\u00adwe\u00adgung ein, ihm in den Hof des \u201eHotels\u201d zu folgen. Der Afgha\u00adne f\u00fchrt uns \u00fcber einen klei\u00adnen Hof ins Haus hinein. In der Mit\u00adte steht eine Habel Babel (oder auch \u201eHob\u00adble Bob\u00adble\u201d \u2013 wegen des blub\u00adbern\u00adden Ger\u00e4uschs beim Rau\u00adchen\u2026) von beein\u00addru\u00adcken\u00adden Aus\u00adma\u00ad\u00dfen, und um sie her\u00adum bil\u00adden gro\u00ad\u00dfe, mit Kelim\u00adstoff bezo\u00adge\u00adne Kis\u00adsen, nied\u00adri\u00adge B\u00e4n\u00adke, Tisch\u00adchen und Tabletts ein Oval. Rolf muss am ande\u00adren Ende der Run\u00adde Platz neh\u00admen, ein\u00adge\u00adrahmt von Cathe\u00adri\u00adne und Ulli. Den ande\u00adren vier Frau\u00aden bedeu\u00adtet unser Gast\u00adge\u00adber mit einer l\u00e4s\u00adsi\u00adgen Ges\u00adte, sie k\u00f6nn\u00adten sich einen Platz aus\u00adsu\u00adchen. Dann ver\u00adschwin\u00addet er und kehrt unge\u00adf\u00e4hr f\u00fcnf Minu\u00adten sp\u00e4\u00adter mit einem Tablett zur\u00fcck, auf dem dick\u00adwan\u00addi\u00adge, gro\u00ad\u00dfe Gl\u00e4\u00adser ste\u00adhen, gef\u00fcllt mit gold\u00adfar\u00adbe\u00adnem, damp\u00adfen\u00adden Tee. \u201e<\/span>Try it, it is nice, very sweet \u2013 try!\u201d for\u00addert er mich auf. Unser Gast\u00adge\u00adber nickt ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis\u00advoll, steht wie\u00adder auf und beginnt, auch den ande\u00adren G\u00e4s\u00adten Tee\u00adgl\u00e4\u00adser zu rei\u00adchen. Eine S\u00fc\u00dfig\u00adkeit dazu bekommt aller\u00addings nie\u00admand au\u00dfer mir. Als der Haus\u00adherr wie\u00adder her\u00adein\u00adkommt, bringt er \u201eCha\u00adras\u201d mit, ein kas\u00adta\u00adni\u00aden\u00adgro\u00ad\u00dfes, gl\u00e4n\u00adzen\u00addes St\u00fcck Haschisch, tief\u00addun\u00adkel\u00adbraun, fast schwarz, mit r\u00f6t\u00adli\u00adchem Schim\u00admer \u2013 \u201efri\u00adsche Ern\u00adte\u201d, wie unser Fah\u00adrer fach\u00adm\u00e4n\u00adnisch konstatiert. Ist das nun eine beson\u00adde\u00adre Ehre, oder ist er viel\u00adleicht der Mei\u00adnung, ich soll\u00adte mich lie\u00adber auf Tee und Bon\u00adbons beschr\u00e4n\u00adken \u2013 und will mich auf den Arm nehmen? W\u00e4h\u00adrend das Mund\u00adst\u00fcck die Run\u00adde macht \u2013 dar\u00ad\u00fcber, ob es jemals gerei\u00adnigt oder gar aus\u00adge\u00adwech\u00adselt wird, m\u00f6ch\u00adte ich mir jetzt wirk\u00adlich kei\u00adne Gedan\u00adken machen \u2013 f\u00fcllt stark und s\u00fc\u00df\u00adlich duf\u00adten\u00adder Rauch den Raum. Das war\u2019s dann. \u201e<\/span>Pau\u00adla, du soll\u00adtest mal einen Schluck Tee trin\u00adken, damit dein Kreis\u00adlauf nicht wie\u00adder schlapp macht!\u201d Anna hat sich zu mir her\u00ad\u00fcber gebeugt und h\u00e4lt mir mein noch halb gef\u00fcll\u00adtes Glas hin. Doch mein K\u00f6r\u00adper hat anschei\u00adnend bereits kapiert, dass er vor\u00ad\u00fcber\u00adge\u00adhend ohne \u201eBefehls\u00adzen\u00adtra\u00adle Gehirn\u201d zurecht\u00adkom\u00admen muss. Zeit ver\u00adgeht, aber ich wei\u00df nicht, wie viel. Ich mache mir kei\u00adne Sor\u00adgen\u2026 bis zu dem Moment, in dem Rolf und Cathe\u00adri\u00adne anfan\u00adgen, sich h\u00f6f\u00adlich von unse\u00adrem Gast\u00adge\u00adber zu verabschieden. Und nun ist es soweit. In den Stun\u00adden (?), die wir in der Tee- und Rauch\u00adstu\u00adbe ver\u00adbracht haben, ist die Welt hier drau\u00ad\u00dfen eine ande\u00adre gewor\u00adden. Oder viel\u00adleicht sehe ich sie auch nur mit ganz ande\u00adren Augen\u2026 Es d\u00e4m\u00admert schon, als wir die Stadt erreichen. Ich bin nach wie vor etwas wacke\u00adlig auf den Bei\u00adnen \u2013 seit mei\u00adnem Bei\u00adna\u00adhe-Kreis\u00adlauf\u00adkol\u00adlaps an der Gren\u00adze. Und jetzt auch noch die\u00adser schwar\u00adze Afgha\u00adne, der mei\u00adnen Ver\u00adstand platt gemacht hat wie eine Dampfwalze! Inge kommt noch ein\u00admal her\u00adaus, um mir zu sagen, wie ich unser Zim\u00admer fin\u00adde. Und dass sie mei\u00adnen Schlaf\u00adsack schon dort\u00adhin gebracht habe. Zwei oder drei Stun\u00adden lang blei\u00adbe ich noch dort auf dem Rasen sit\u00adzen, an die\u00adsem lau\u00aden Abend des 31. August. Sp\u00e4\u00adter, als es nach Anbruch der Dun\u00adkel\u00adheit k\u00fch\u00adler wird, hebe ich vor\u00adsich\u00adtig ein selig schlum\u00admern\u00addes K\u00e4tz\u00adchen von mei\u00adnem Scho\u00df auf den Rasen. Auf den ers\u00adten Blick ist Afgha\u00adni\u00adstan vor allem eines \u2013 san\u00addig. Unter der glei\u00ad\u00dfen\u00adden Son\u00adne, die die hei\u00ad\u00dfe Luft flim\u00admern und den Hori\u00adzont ver\u00adschwim\u00admen l\u00e4sst, erstreckt sich eine stau\u00adbi\u00adge und, abge\u00adse\u00adhen von ein ziem\u00adlich fla\u00adchen H\u00fcgeln, fast ebe\u00adne W\u00fcs\u00adten\u00adland\u00adschaft. Au\u00dfer ver\u00adtrock\u00adne\u00adtem Gestr\u00fcpp gibt es kei\u00adne Spu\u00adren irgend\u00adei\u00adner Vege\u00adta\u00adti\u00adon, und auch f\u00fcr mensch\u00adli\u00adches oder tie\u00adri\u00adsches Leben \u2026 9. Zu Besuch beim klei\u00adnen Muck<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":183,"menu_order":9,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-234","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=234"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2086,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/234\/revisions\/2086"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}
\nNeben dem mas\u00adsi\u00adven Holz\u00adtor steht an der Mau\u00ader: \u201eBEST<\/span> QUIET<\/span> HOTEL<\/span>\u201d.
\nZur all\u00adge\u00admei\u00adnen \u00dcber\u00adra\u00adschung f\u00e4hrt Rolf den 608 neben das Ein\u00adgangs\u00adtor und macht den Motor aus. Er will doch nicht etwa hier blei\u00adben \u2013 mit\u00adten in der W\u00fcs\u00adte, noch nicht ein\u00admal hun\u00addert Kilo\u00adme\u00adter hin\u00adter der Gren\u00adze? Hat\u00adte er nicht gesagt, unser heu\u00adti\u00adges Ziel sei ein Hotel in Herat<\/a>?<\/p>\n
\nEine Gestalt tritt her\u00adaus, die aus\u00adsieht, als w\u00e4re sie aus einem der ori\u00aden\u00adta\u00adlisch inspi\u00adrier\u00adten M\u00e4r\u00adchen\u00adb\u00fc\u00adcher mei\u00adner Kind\u00adheit (wie \u201eTau\u00adsend\u00adund\u00adei\u00adne Nacht\u201d<\/a> oder Wil\u00adhelm Hauffs<\/a> \u201eKara\u00adwa\u00adne\u201d) herausspaziert\u2026
\n\u2018Der klei\u00adne Muck!\u2019<\/a> den\u00adke ich, denn der Afgha\u00adne, des\u00adsen Alter schwer zu sch\u00e4t\u00adzen ist \u2013 er k\u00f6nn\u00adte Ende Vier\u00adzig, aber auch Ende Sech\u00adzig oder sogar noch \u00e4lter sein \u2013, ent\u00adspricht hun\u00addert\u00adpro\u00adzen\u00adtig dem Bild, das ich mir von die\u00adser Figur aus Hauffs bekann\u00adtem M\u00e4r\u00adchen immer gemacht habe. Er ist klein\u00adw\u00fcch\u00adsig, viel\u00adleicht einen Meter und zwan\u00adzig gro\u00df, und tr\u00e4gt einen gigan\u00adti\u00adschen Tur\u00adban, der sei\u00adnen (mit einem lan\u00adgen Hemd, wei\u00adten Pump\u00adho\u00adsen und viel zu gro\u00ad\u00dfen, brau\u00adnen Schu\u00adhen beklei\u00adde\u00adten) K\u00f6r\u00adper noch zier\u00adli\u00adcher wir\u00adken l\u00e4sst.<\/p>\n
\n\u201eRuuulf, old fri\u00adend, I am very glad to see you,\u201d ant\u00adwor\u00adtet die\u00adser, und die bei\u00adden begin\u00adnen rade\u00adbre\u00adchend \u00fcber den bis\u00adhe\u00adri\u00adgen Ver\u00adlauf unse\u00adrer Rei\u00adse zu parlieren.
\n\u201eAnd, Baba, do you have tschai and cha\u00adras<\/a> for us?\u201d fragt Rolf schlie\u00dflich.
\n\u201eOh yes, very good, very fresh afghan cha\u00adras!\u201d ant\u00adwor\u00adtet der Afghane.
\nSo lang\u00adsam d\u00e4m\u00admert es uns, dass sich das \u201eBEST<\/span>\u201d und \u201eQUIET<\/span>\u201d nicht auf \u00dcber\u00adnach\u00adtun\u00adgen bezieht\u2026<\/p>\n
\nDann f\u00e4llt sein Blick auf mich, und er steu\u00adert mit strah\u00adlen\u00addem L\u00e4cheln auf mich zu, ergreift mei\u00adne Hand und geht mit mir zusam\u00admen voran.
\n\u201eMensch, Pau\u00adla, du scheinst ja eine enor\u00adme Wir\u00adkung auf die afgha\u00adni\u00adsche M\u00e4n\u00adner\u00adwelt zu haben,\u201d lacht Rolf.
\nIch zucke die Ach\u00adseln, denn mir ist schlei\u00ader\u00adhaft, womit ich die\u00adse beson\u00adde\u00adre Auf\u00admerk\u00adsam\u00adkeit auf mich gezo\u00adgen habe. Schlie\u00df\u00adlich habe ich, eben\u00adso wie die ande\u00adren Bus\u00adpas\u00adsa\u00adgie\u00adre, blo\u00df mit leicht ver\u00adbl\u00fcff\u00adtem Gesichts\u00adaus\u00addruck herumgestanden.<\/p>\n
\nEs geht einen schma\u00adlen Kor\u00adri\u00addor ent\u00adlang, ein\u00admal rechts um die Ecke, und dann betre\u00adten wir einen mit Tep\u00adpi\u00adchen aus\u00adge\u00adleg\u00adten Raum.<\/p>\n
<\/p>\n
\nIch wer\u00adde zu einem Sitz\u00adkis\u00adsen am obe\u00adren Ende des Ovals gelei\u00adtet, und erst, als ich mich dort nie\u00adder\u00adlas\u00adse, l\u00e4sst der klei\u00adne Mann mei\u00adne Hand los, um auch den Ande\u00adren Sitz\u00adpl\u00e4t\u00adze zuzuweisen.<\/p>\n
\nEr scheint tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich einen Nar\u00adren an mir gefres\u00adsen zu haben, denn er stellt das Tablett zwi\u00adschen Rolf und Ulli ab und bringt zun\u00e4chst mir ein Glas. Dann zwin\u00adkert er mir zu, zau\u00adbert aus einer Tasche sei\u00adnes Gewands einen in kleb\u00adri\u00adge, bun\u00adte Folie gewi\u00adckel\u00adten Bon\u00adbon her\u00advor und \u00fcber\u00adreicht ihn mir mit einem freund\u00adli\u00adchen L\u00e4cheln.
\nIch l\u00e4ch\u00adle zur\u00fcck und lege die S\u00fc\u00dfig\u00adkeit neben mein Tee\u00adglas auf das Tablett.<\/p>\n
\nUrgs.
\nIrgend\u00adwie macht der Bon\u00adbon auf mich einen ziem\u00adlich \u201ebenutz\u00adten\u201d Ein\u00addruck. Er sieht aus, als w\u00e4re er schon ein\u00admal aus\u00adge\u00adpackt, pro\u00adbiert und dann wie\u00adder in die Folie ein\u00adge\u00adrollt wor\u00adden\u2026 Ich m\u00f6ch\u00adte wirk\u00adlich nicht unh\u00f6f\u00adlich erschei\u00adnen, aber das Ding essen will ich defi\u00adni\u00adtiv auch nicht. Dann kommt mir die ret\u00adten\u00adde Idee:
\n\u201eOh, I am so very thurs\u00adty \u2013 I will drink Tschai first, o.k.?\u201d<\/p>\n
<\/p>\n
\nAls der klei\u00adne Muck mit den lee\u00adren Tablett hin\u00adaus\u00adeilt, las\u00adse ich den Bon\u00adbon schnell in mei\u00adner Tasche ver\u00adschwin\u00adden und neh\u00adme einen gro\u00ad\u00dfen Schluck Tee.
\nDer Tschai<\/a> ist hei\u00df, stark und so stark ges\u00fc\u00dft, dass man auf die Bei\u00adga\u00adbe von Zucker\u00adzeug ohne\u00adhin gut ver\u00adzich\u00adten kann. Neben dem kr\u00e4f\u00adti\u00adgen, leicht s\u00e4u\u00ader\u00adli\u00adchen Aro\u00adma \u2013 ich tip\u00adpe auf einen Cey\u00adlon \u2013 schme\u00adcke ich Gew\u00fcr\u00adze her\u00adaus, Kar\u00adda\u00admom und irgend\u00adet\u00adwas dezent Schar\u00adfes, viel\u00adleicht Ing\u00adwer, viel\u00adleicht auch Pfeffer\u2026<\/p>\n
\nDer Cha\u00adra\u00adsi<\/a> br\u00f6\u00adselt eine ordent\u00adli\u00adche Men\u00adge der wei\u00adchen Mas\u00adse in die Rauch\u00adscha\u00adle der Was\u00adser\u00adpfei\u00adfe. Dann ent\u00adz\u00fcn\u00addet er einen lan\u00adgen Holz\u00adspan, nimmt mit einer Zan\u00adge ein St\u00fcck Holz\u00adkoh\u00adle vom Mes\u00adsing\u00adta\u00adblett und h\u00e4lt den bren\u00adnen\u00adden Span an die Kohle.
\nEr pus\u00adtet sanft, und als die Koh\u00adle zu glim\u00admen beginnt, legt er sie auf das Haschisch-H\u00e4uf\u00adchen \u2013 und reicht dann das am Ende eines ein\u00adzel\u00adnen Schlauchs ange\u00adbrach\u00adte Mund\u00adst\u00fcck mit einer auf\u00adfor\u00addern\u00adden Ges\u00adte zu mir her\u00ad\u00fcber. Ich<\/em> soll das Ding anrauchen.<\/p>\n
\nEs w\u00e4re ja nicht das ers\u00adte Mal, dass man mich f\u00fcr j\u00fcn\u00adger h\u00e4lt, als ich bin. In einer Ham\u00adbur\u00adger Stu\u00adden\u00adten\u00adknei\u00adpe muss\u00adte ich schon mal mei\u00adnen Aus\u00adweis z\u00fccken, um ein Bier zu kriegen.
\nEgal, ich tu so, als w\u00e4re das alles hier nichts Neu\u00ades f\u00fcr mich (tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich habe ich noch nie im Leben Was\u00adser\u00adpfei\u00adfe geraucht), und zie\u00adhe kr\u00e4f\u00adtig. Der Rauch ist ange\u00adnehm k\u00fchl, schmeckt aber eigent\u00adlich nach nichts, nur ein biss\u00adchen nach Kohle.
\nMuss ich den Schlauch jetzt wei\u00adter\u00adge\u00adben, oder kann ich es ein zwei\u00adtes Mal versuchen?
\nIch bli\u00adcke zu dem Afgha\u00adnen, und der nickt mir breit grin\u00adsend zu.
\nAlso zie\u00adhe ich noch ein\u00admal. Wie\u00adder nur ein leich\u00adtes Koh\u00adle-Aro\u00adma, kein Haschisch\u00adge\u00adschmack. Auch sp\u00fc\u00adre ich kei\u00adner\u00adlei Wirkung.
\nAch\u00adsel\u00adzu\u00adckend rei\u00adche ich den Schlauch weiter.<\/p>\n
\nSogar Agnes nimmt einen Zug (und hus\u00adtet erb\u00e4rm\u00adlich), nur Rosi l\u00e4sst den Schlauch an sich vor\u00ad\u00fcber gehen und begn\u00fcgt sich mit ihrem Tee.
\nLang\u00adsam habe ich das Gef\u00fchl, von mei\u00adnem neu\u00aden Freund ver\u00ad\u00e4p\u00adpelt wor\u00adden zu sein \u2013 anschei\u00adnend hat er mich nur die Koh\u00adle hei\u00df rau\u00adchen las\u00adsen, und das Haschisch qual\u00admen jetzt die Ande\u00adren weg.
\nAls der Schlauch wie\u00adder bei mir ange\u00adkom\u00admen ist, neh\u00adme ich des\u00adhalb einen beson\u00adders tie\u00adfen Zug. Ich atme den aro\u00adma\u00adti\u00adschen Rauch lang\u00adsam durch die Nase aus und inha\u00adlie\u00adre gleich noch ein\u00admal, bevor ich das Teil wie\u00adder weitergebe.<\/p>\n
\nDie Wir\u00adkung die\u00adser zwei Z\u00fcge ist wahr\u00adhaf\u00adtig nicht mit der jener paar Joints zu ver\u00adglei\u00adchen, an denen ich auf Par\u00adtys oder auf den Park\u00adpl\u00e4t\u00adzen vor irgend\u00adwel\u00adchen Dis\u00adcos schon mal gezo\u00adgen habe. Auch das indi\u00adsche Zeug, das ich am Tag unse\u00adrer Abfahrt pro\u00adbiert habe, war rela\u00adtiv harm\u00adlos, ver\u00adgli\u00adchen mit dem hier\u2026
\nIch sit\u00adze ker\u00adzen\u00adgra\u00adde auf dem Kis\u00adsen und bin ganz sicher, dass ich in den n\u00e4chs\u00adten Stun\u00adden \u2013 oder viel\u00adleicht auch Tagen \u2013 nicht imstan\u00adde sein wer\u00adde, mich zu bewe\u00adgen oder gar auf\u00adzu\u00adste\u00adhen. In mei\u00adnem Kopf gibt es kei\u00adnen ein\u00adzi\u00adgen ver\u00adn\u00fcnf\u00adti\u00adgen Gedan\u00adke mehr.
\nStatt\u00addes\u00adsen bin ich \u00fcber\u00adw\u00e4l\u00adtigt von einer Flut unge\u00adheu\u00ader inten\u00adsi\u00adver Sin\u00adnes\u00adein\u00addr\u00fc\u00adcke, die mein Bewusst\u00adsein \u00fcber\u00adschwem\u00admen und bis in den letz\u00adten Win\u00adkel ausf\u00fcllen.
\nMein auch im Nor\u00admal\u00adzu\u00adstand recht gut ent\u00adwi\u00adckel\u00adter Geruchs\u00adsinn scheint um das zig\u00adfa\u00adche gesch\u00e4rft. Ich rie\u00adche nicht nur den w\u00fcr\u00adzi\u00adgen Haschisch\u00adduft und den Rauch der Holz\u00adkoh\u00adle, son\u00addern auch den stau\u00adbi\u00adgen Muff der Tep\u00adpi\u00adche und Kis\u00adsen \u2013 und, so kommt es mir jeden\u00adfalls vor, jeden ein\u00adzel\u00adnen Schwei\u00df\u00adtrop\u00adfen auf mei\u00adner Haut und der s\u00e4mt\u00adli\u00adcher Anwesenden.
\nIch h\u00f6re, wie sie sich unter\u00adhal\u00adten, h\u00f6re Rolf mit dem Haus\u00adherrn scher\u00adzen und lachen, aber wie am Mor\u00adgen ver\u00adste\u00adhe ich kein Wort. Nur ist das dies\u00admal nicht unan\u00adge\u00adnehm oder be\u00e4ngs\u00adti\u00adgend, im Gegen\u00adteil, das Sprach\u00adge\u00adwirr und die \u00fcbri\u00adgen Ger\u00e4u\u00adsche im Raum ver\u00adschmel\u00adzen zu einer wun\u00adder\u00adsch\u00f6\u00adnen, rau\u00adschen\u00adden Klangsymphonie.
\nUnd erst die Far\u00adben und For\u00admen \u2013 die Mus\u00adter der Tep\u00adpi\u00adche, ihre war\u00admen Rot- und Oran\u00adge-T\u00f6ne, der Glanz der Mes\u00adsing-Tabletts oder die Licht\u00adre\u00adfle\u00adxe im dun\u00adkel\u00adgr\u00fc\u00adnen Glas der Was\u00adser\u00adpfei\u00adfe! Wie herr\u00adlich allein der dun\u00adkel gol\u00adde\u00adne Tee in mei\u00adnem Glas schimmert!<\/p>\n
\nEinen Moment lang star\u00adre ich sie nur ver\u00adbl\u00fcfft an.
\nWie kriegt sie das blo\u00df hin, so ganz nor\u00admal zu reden \u2013 sie hat doch auch an der Zau\u00adber\u00adpfei\u00adfe gezo\u00adgen, sogar mehr\u00admals, ich hab\u2019s genau gesehen\u2026 ?
\nUnd wie soll ich<\/em> ihr klar machen, dass ich mich nicht r\u00fch\u00adren kann, wenn ich doch nicht ein\u00admal wei\u00df, wie ich einen ver\u00adst\u00e4nd\u00adli\u00adchen Satz for\u00admu\u00adlie\u00adren und aus\u00adspre\u00adchen soll?<\/p>\n
\nMein rech\u00adter Arm hebt sich wie von selbst, die Hand greift nach dem Glas, und im n\u00e4chs\u00adten Moment l\u00e4uft die war\u00adme, s\u00fc\u00dfe Fl\u00fcs\u00adsig\u00adkeit mei\u00adne Spei\u00adse\u00adr\u00f6h\u00adre hinab.
\nDas ist kein Tee, das muss der Nek\u00adtar der G\u00f6t\u00adter sein!
\nGanz sicher habe ich noch nie\u00admals im Leben etwas so K\u00f6st\u00adli\u00adches getrun\u00adken\u2026 Mir ist, als k\u00f6n\u00adne ich die bele\u00adben\u00adde Wir\u00adkung des Tran\u00adkes in jeder ein\u00adzel\u00adnen K\u00f6r\u00adper\u00adzel\u00adle sp\u00fcren.<\/p>\n
\nStun\u00adden? Tage? Jah\u00adre? Ich k\u00f6nn\u00adte die Haupt\u00adfi\u00adgur eines die\u00adser M\u00e4r\u00adchen sein, in denen Jemand ins Reich der Feen ger\u00e4t und dort einen Tag oder eine Woche ver\u00adbringt \u2013 und als er in die Welt der Men\u00adschen zur\u00fcck\u00adkehrt, muss er fest\u00adstel\u00adlen, dass dort Jahr\u00adzehn\u00adte oder gar Jahr\u00adhun\u00adder\u00adte ver\u00adgan\u00adgen sind\u2026
\nAber ich mache mir kei\u00adne Sor\u00adgen. Eigent\u00adlich den\u00adke ich \u00fcber\u00adhaupt nicht; ich h\u00f6re, sehe, rie\u00adche, schme\u00adcke und f\u00fch\u00adle nur noch.<\/p>\n
\nDa springt mich die Panik an wie ein wil\u00addes Tier.
\nDie wol\u00adlen jetzt los\u00adfah\u00adren, wei\u00adter nach Herat!
\nOb sie mich wohl zum Bus tra\u00adgen, wenn sie mer\u00adken, dass ich nicht mehr f\u00e4hig bin zu gehen? Aber wie soll ich ihnen das nur klar\u00adma\u00adchen, wenn ich kei\u00adnen ver\u00adst\u00e4nd\u00adli\u00adchen Satz \u00fcber die Lip\u00adpen bringe?
\nViel\u00adleicht mer\u00adken sie es gar nicht, wenn ich hier sit\u00adzen blei\u00adbe; schlie\u00df\u00adlich z\u00e4hlt Rolf sei\u00adne Pas\u00adsa\u00adgie\u00adre nicht nach jedem Zwi\u00adschen\u00adstopp durch, so wie ein Leh\u00adrer sei\u00adne Sch\u00fctz\u00adlin\u00adge auf einer Klas\u00adsen\u00adfahrt! Um Him\u00admels Wil\u00adlen, wenn ich hier zur\u00fcck blei\u00adbe \u2013 zuge\u00addr\u00f6hnt und hilf\u00adlos, wie ich bin \u2013, dann lan\u00adde ich wom\u00f6g\u00adlich wirk\u00adlich im Waren\u00adbe\u00adstand ori\u00aden\u00adta\u00adli\u00adscher M\u00e4d\u00adchen\u00adh\u00e4nd\u00adler, wie mei\u00adne Mama es bef\u00fcrch\u00adtet hat\u2026
\nDas Augen\u00adzwin\u00adkern und das Grin\u00adsen des \u201eklei\u00adnen Mucks\u201d wir\u00adken auf mich pl\u00f6tz\u00adlich ganz und gar nicht mehr drol\u00adlig, son\u00addern ver\u00adschla\u00adgen und bedrohlich.<\/p>\n
\nRolf und Cathe\u00adri\u00adne erhe\u00adben sich, und auch die Ande\u00adren suchen ihre Sachen zusam\u00admen und ste\u00adhen von den Sitz\u00adkis\u00adsen auf.
\nEin hei\u00ad\u00dfer Schau\u00ader l\u00e4uft mir \u00fcber den R\u00fccken, und dann \u2013 dem Him\u00admel sei Dank \u2013 agiert mein K\u00f6r\u00adper ein wei\u00adte\u00adres Mal, ohne dass ich ihm (bewusst) einen Befehl dazu erteilt habe. Mei\u00adne rech\u00adte Hand ergreift mei\u00adne Tasche, und ich ste\u00adhe auf \u2013 auch wenn mir v\u00f6l\u00adlig unklar ist, wie und war\u00adum ich das mache. Offen\u00adbar brau\u00adche ich nur etwas zu wol\u00adlen, und mei\u00adne Glied\u00adma\u00ad\u00dfen erle\u00addi\u00adgen es dann schon. Klasse!
\nIch \u201eden\u00adke\u201d mich also ein\u00adfach hin\u00adter Rolf und den Ande\u00adren hin\u00adter\u00adher, und tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich setzt sich mein K\u00f6r\u00adper in Bewe\u00adgung und folgt ihnen hin\u00adaus, den Flur hin\u00adun\u00adter, in den Hof und dann ins Freie.<\/p>\n
\nDas Licht hat sich mit Sicher\u00adheit tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich ver\u00ad\u00e4n\u00addert, ist w\u00e4r\u00admer und weni\u00adger grell, denn die Son\u00adne steht jetzt viel tiefer.
\nDie sanf\u00adten H\u00fcgel der kar\u00adgen Land\u00adschaft wer\u00adfen vio\u00adlett\u00adfar\u00adbe\u00adne Schat\u00adten, und die vor\u00adhin so farb\u00adlo\u00adse, \u00f6de Gegend hat sich in ein auf\u00adre\u00adgen\u00adde Kom\u00adpo\u00adsi\u00adti\u00adon aus Gelb\u2011, Ocker- und Oran\u00adge\u00adt\u00f6\u00adnen ver\u00adwan\u00addelt, die an ein expres\u00adsio\u00adnis\u00adti\u00adsches Gem\u00e4l\u00adde erinnert.
\nIch kann mich gar nicht satt sehen an die\u00adser aus gl\u00fc\u00adhen\u00adden Farb\u00adver\u00adl\u00e4u\u00adfen bestehen\u00adden Land\u00adschaft. Im Bus klet\u00adte\u00adre ich hin\u00adten auf die Matrat\u00adze und bli\u00adcke gebannt aus dem Fens\u00adter, w\u00e4h\u00adrend Rolf den 608 auf die Stra\u00ad\u00dfe zur\u00fcck steu\u00adert und in Rich\u00adtung Herat<\/a> f\u00e4hrt.<\/p>\n
<\/p>\n
\nDer Bus h\u00e4lt auf dem Hof eines von einem erstaun\u00adlich gr\u00fc\u00adnen \u2013 in Anbe\u00adtracht der Tro\u00adcken\u00adheit, die hier momen\u00adtan \u00fcber\u00adall zu herr\u00adschen scheint \u2013 Gar\u00adten umge\u00adbe\u00adnen Hotels.
\n\u201eIch werd\u2019 mich mal um ein Zim\u00admer f\u00fcr uns k\u00fcm\u00admern,\u201d sagt Inge zu mir, als wir aus\u00adstei\u00adgen, und ich l\u00e4ch\u00adle sie dank\u00adbar an.
\nDie F\u00e4hig\u00adkeit zu spre\u00adchen (und dann auch noch eng\u00adlisch!) habe ich n\u00e4m\u00adlich immer noch nicht wie\u00adder erlangt. W\u00fcr\u00adde sie die Ver\u00adhand\u00adlun\u00adgen mit dem Hotel-Mana\u00adger nicht \u00fcber\u00adneh\u00admen, m\u00fcss\u00adte ich wohl auf dem sch\u00f6\u00adnen gr\u00fc\u00adnen Rasen hier \u00fcber\u00adnach\u00adten, auf dem ich mich jetzt erst ein\u00admal hinsetze.<\/p>\n
\nEs erscheint mir drin\u00adgend not\u00adwen\u00addig, wie\u00adder \u201ezu mir zu kom\u00admen\u201d, und so sit\u00adze ich ein\u00adfach nur ganz still da und mache mich dar\u00adan, mei\u00adnen K\u00f6r\u00adper und Geist einer gr\u00fcnd\u00adli\u00adchen Inspek\u00adti\u00adon zu unterziehen.<\/p>\n
\n\u201eIch dan\u00adke dir,\u201d sage ich und strah\u00adle sie an. Wow \u2013 ich kann wie\u00adder reden!<\/p>\n
\nIrgend\u00adwann taucht eine jun\u00adge, d\u00fcn\u00adne Kat\u00adze auf. Sie umkreist mich und l\u00e4sst sich dann in siche\u00adrer Ent\u00adfer\u00adnung nie\u00adder, um mich zu beob\u00adach\u00adten. Nach einer Wei\u00adle scheint sie mich als nicht gef\u00e4hr\u00adlich ein\u00adge\u00adstuft zu haben und kommt sie zu mir her\u00fcber.
\nMit jenem leicht d\u00e4m\u00adli\u00adchen Gesichts\u00adaus\u00addruck, den Kat\u00adzen haben, wenn sie fleh\u00admen<\/a>, unter\u00adsucht sie den von mir aus\u00adge\u00adhen\u00adden Geruch \u2013 und kommt offen\u00adbar zu einem f\u00fcr sie zufrie\u00adden\u00adstel\u00adlen\u00addem Ergeb\u00adnis, denn nun klet\u00adtert sie ohne Scheu auf mei\u00adnen Scho\u00df, rollt sich zusam\u00admen und beginnt so laut zu schnur\u00adren, dass ihr gan\u00adzer klei\u00adner K\u00f6r\u00adper vibriert.
\nVor\u00adsich\u00adtig zie\u00adhe ich mei\u00adne Jacke, die Inge neben mir lie\u00adgen gelas\u00adsen hat, her\u00adan und decke das mage\u00adre K\u00e4tz\u00adchen damit zu.
\nDas Schnur\u00adren wird noch lauter.<\/p>\n
<\/p>\n
\nMei\u00adne Jacke las\u00adse ich ihm da.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"