define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":282,"date":"2014-06-07T17:24:46","date_gmt":"2014-06-07T15:24:46","guid":{"rendered":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=282"},"modified":"2020-05-28T21:42:47","modified_gmt":"2020-05-28T19:42:47","slug":"16-burunduks-und-phat-a-phats","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=282","title":{"rendered":"16. Burunduks und Phat-a-Phats"},"content":{"rendered":"

14. Sep\u00adtem\u00adber<\/p>\n

In die\u00adser Nacht, die ich im Schlaf\u00adsack schwit\u00adzend am Stra\u00ad\u00dfen\u00adrand weni\u00adge Kilo\u00adm\u00adne\u00adter vor dem Grenz\u00ad\u00fcber\u00adgang Wag\u00adha<\/a> ver\u00adbracht habe, konn\u00adte ich ins\u00adge\u00adsamt h\u00f6chs\u00adtens drei Stun\u00adden lang schla\u00adfen. Trotz\u00addem war ich sel\u00adten so froh \u00fcber die ers\u00adten Son\u00adnen\u00adstrah\u00adlen, die der Nacht ein Ende setzen.<\/p>\n

Die lan\u00adge Rei\u00adhe der Fahr\u00adzeu\u00adge ist in feucht-war\u00admen Dunst getaucht.<\/p>\n

An bei\u00adden Sei\u00adten der Stra\u00ad\u00dfe erwa\u00adchen die in T\u00fccher und Decken geh\u00fcll\u00adten Schl\u00e4\u00adfer, und ihr Schwat\u00adzen und Klap\u00adpern<\/span>mit Ger\u00e4t\u00adschaf\u00adten aus Edel\u00adstahl und Wei\u00df\u00adblech weckt auch die\u00adje\u00adni\u00adgen, die vom Tages\u00adan\u00adbruch noch nichts mit\u00adbe\u00adkom\u00admen haben.<\/p>\n

Zum ers\u00adten Mal bekom\u00adme ich hier den Ein\u00adsatz jener \u201eNatur-Zahn\u00adb\u00fcrs\u00adten\u201d<\/a> vor\u00adge\u00adf\u00fchrt, von denen mir Indi\u00aden-Rei\u00adsen\u00adde erz\u00e4hlt haben \u2013 Holz\u00adst\u00f6ck\u00adchen, die an den Enden zu fase\u00adri\u00adgen \u201eBesen\u201d zer\u00adkaut und dann zur Zahn\u00adrei\u00adni\u00adgung ver\u00adwen\u00addet werden.<\/p>\n

Es han\u00addelt sich dabei ganz offen\u00adsicht\u00adlich eine sehr effek\u00adti\u00adve Art der Zahn\u00adpfle\u00adge, denn sogar spin\u00addel\u00add\u00fcr\u00adre, unter\u00adern\u00e4hrt und auch sonst nicht gera\u00adde gesund aus\u00adse\u00adhen\u00adde Paki\u00adsta\u00adnis und Inder ver\u00adf\u00fc\u00adgen h\u00e4u\u00adfig \u00fcber ein wirk\u00adlich pracht\u00advol\u00adles, blen\u00addend wei\u00ad\u00dfes Gebiss.<\/p>\n

Auch mei\u00adne Mit\u00adrei\u00adsen\u00adden wachen nun nach und nach auf.<\/p>\n

Nach einer fl\u00fcch\u00adti\u00adgen Mor\u00adgen\u00adtoi\u00adlet\u00adte wird Kaf\u00adfee und Tee zube\u00adrei\u00adtet, dazu gibt es Kn\u00e4\u00adcke\u00adbrot und Zwie\u00adback. Wir haben gera\u00adde unse\u00adre Becher und Scha\u00adlen abge\u00adsp\u00fclt, als wei\u00adter vorn in der Kolon\u00adne die ers\u00adten Moto\u00adren gestar\u00adtet werden.<\/p>\n

\u201e<\/span>Los, los, alles ein\u00adstei\u00adgen, es geht wei\u00adter \u2013 end\u00adlich!\u201d dr\u00e4ngt unser Fah\u00adrer, und wir beei\u00adlen uns, in den 608 zu kommen.<\/p>\n

Wenig sp\u00e4\u00adter rollt die Kara\u00adwa\u00adne aus PKWs, Bus\u00adsen und teil\u00adwei\u00adse wun\u00adder\u00adh\u00fcbsch bemal\u00adten Trucks wie\u00adder, und etwa eine hal\u00adbe Stun\u00adde sp\u00e4\u00adter hal\u00adten wir an der Grenze.<\/p>\n

Als wol\u00adle man die Rei\u00adsen\u00adden f\u00fcr die unbe\u00adquem am Stra\u00ad\u00dfen\u00adrand ver\u00adbrach\u00adte Nacht ent\u00adsch\u00e4\u00addi\u00adgen, ver\u00adl\u00e4uft die Abfer\u00adti\u00adgung durch den Zoll, auf der paki\u00adsta\u00adni\u00adschen wie auf der indi\u00adschen Sei\u00adte, erstaun\u00adlich schnell und unkom\u00adpli\u00adziert. Wie schon in Tork\u00adham<\/a> m\u00fcs\u00adsen wir nicht ein\u00admal aus\u00adstei\u00adgen, son\u00addern die Z\u00f6ll\u00adner klet\u00adtern zur Pass\u00adkon\u00adtrol\u00adle in den 608.<\/p>\n

Selbst\u00adver\u00adst\u00e4nd\u00adlich m\u00fcs\u00adsen sie irgend\u00adwel\u00adche Papie\u00adre aus\u00adf\u00fcl\u00adlen, haben aber gera\u00adde kei\u00adnen Stift zur Hand, und selbst\u00adver\u00adst\u00e4nd\u00adlich \u00fcber\u00adreicht Rolf ihnen eigens daf\u00fcr mit\u00adge\u00adbrach\u00adte Vier-Farb-Kugel\u00adschrei\u00adber (die in die\u00adsem Teil der Welt immer noch eine tech\u00adni\u00adsche Neu\u00adheit ers\u00adten Ran\u00adges dar\u00adstel\u00adlen). Eben\u00adso selbst\u00adver\u00adst\u00e4nd\u00adlich winkt er ab, als der paki\u00adsta\u00adni\u00adsche Beam\u00adte so tut, als wol\u00adle er ihm den Kugel\u00adschrei\u00adber zur\u00fcck geben \u2013 der auf der indi\u00adschen Sei\u00adte ver\u00adzich\u00adtet gleich auf die\u00adse sym\u00adbo\u00adli\u00adsche Ges\u00adte und steckt den dicken, gol\u00adden gl\u00e4n\u00adzen\u00adden Schrei\u00adber erfreut grin\u00adsend in sei\u00adne Brusttasche.<\/p>\n

Ich hat\u00adte gehofft, in kurz hin\u00adter der Gren\u00adze gele\u00adge\u00adnen Amrit\u00adsar<\/a> einen Blick auf den ber\u00fchm\u00adten Gol\u00adde\u00adnen Tem\u00adpel<\/a> der Sikhs<\/a> wer\u00adfen zu k\u00f6n\u00adnen, aber nein, unser Fah\u00adrer hat es eilig.<\/p>\n

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Er will unbe\u00addingt noch vor dem Abend in Delhi<\/a> sein, und das ist nicht nur eine ziem\u00adlich lan\u00adge Stre\u00adcke, son\u00addern man kommt auf den indi\u00adschen Stra\u00ad\u00dfen auch bei wei\u00adtem nicht so schnell vor\u00adan wie auf den Pis\u00adten in den men\u00adschen\u00adlee\u00adren W\u00fcs\u00adten\u00adge\u00adbie\u00adten in der Ost\u00adt\u00fcr\u00adkei, im Iran oder in Afgha\u00adni\u00adstan. Schon in Paki\u00adstan hat\u00adte der Ver\u00adkehr stark zuge\u00adnom\u00admen, und hier schiebt sich unser Bus immer wie\u00adder im Schritt-Tem\u00adpo durch ein mobi\u00adles Dickicht aus von Pfer\u00adden, B\u00fcf\u00adfeln oder Mulis gezo\u00adge\u00adnen Kar\u00adren, Kraft\u00adfahr\u00adzeu\u00adgen, moto\u00adri\u00adsier\u00adten oder mit Bein\u00adkraft ange\u00adtrie\u00adbe\u00adnen Rik\u00adschas, Fahr\u00adr\u00e4\u00addern und Fu\u00dfg\u00e4ngern\u2026<\/p>\n

\u201e<\/span>Auch nachts ist auf den indi\u00adschen Stra\u00ad\u00dfen noch eine Men\u00adge los,\u201d erz\u00e4hlt Rolf, \u201ealler\u00addings haben die Esels\u00adkar\u00adren und der \u00fcber\u00adwie\u00adgen\u00adde Teil der Rad\u00adfah\u00adrer kein Licht, und eine Stra\u00ad\u00dfen\u00adbe\u00adleuch\u00adtung exis\u00adtiert nur an den Haupt\u00adver\u00adkehrs\u00adach\u00adsen der gr\u00f6\u00df\u00adten St\u00e4d\u00adte. Des\u00adhalb ver\u00admei\u00adde ich es, nach Ein\u00adbruch der Dun\u00adkel\u00adheit noch zu fahren.\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Bei Voll\u00admond ist es nicht ganz so schlimm,\u201d wirft Cathe\u00adri\u00adne ein, \u201eaber momen\u00adtan ist vom Mond kaum was zu sehen; ihr habt ja selbst mit\u00adge\u00adkriegt, wie fins\u00adter es letz\u00adte Nacht war. Es w\u00e4re wirk\u00adlich bes\u00adser, wenn wir noch bei Tages\u00adlicht in Delhi ankommen!\u201d<\/p>\n

Ihr Wunsch geht in Erf\u00fcl\u00adlung \u2013 am sp\u00e4\u00adten Nach\u00admit\u00adtag errei\u00adchen wir die nord\u00adin\u00addi\u00adsche Metropole.<\/p>\n

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\u201e<\/span>Wir wer\u00adden min\u00addes\u00adtens eine Woche in Delhi blei\u00adben, denn es gibt hier Eini\u00adges zu erle\u00addi\u00adgen,\u201d infor\u00admiert uns Rolf, w\u00e4h\u00adrend er den 608 durch das Get\u00fcm\u00admel auf den Stra\u00ad\u00dfen der Stadt steuert.<\/p>\n

\u201e<\/span>Als ers\u00adtes fah\u00adren wir jetzt zum \u201eNew Delhi Tou\u00adrist Camp\u201d. Das ist ein Cam\u00adping Platz, auf dem man auch klei\u00adne H\u00fct\u00adten mie\u00adten kann. Die Duschen und Toi\u00adlet\u00adten sind eini\u00adger\u00adma\u00ad\u00dfen o.k., und es gibt eine ganz net\u00adte Cafe\u00adte\u00adria. Au\u00dfer\u00addem ist direkt vor dem Ein\u00adgang die Hal\u00adte\u00adstel\u00adle einer Moto\u00adrik\u00adscha<\/a>-Linie zum Zen\u00adtrum Neu-Delhis<\/a>, dem Con\u00adn\u00adaught Place<\/a>. Und da wir wegen der Nepal-Visa zusam\u00admen zur Bot\u00adschaft fah\u00adren wer\u00adden, w\u00e4re es schon ganz prak\u00adtisch, wenn ihr auch da wohnt.\u201d<\/p>\n

Die Wor\u00adte \u201eDusche\u201d, \u201eToi\u00adlet\u00adten\u201d und \u201eCafe\u00adte\u00adria\u201d sind Musik in mei\u00adnen Ohren. Ich beschlie\u00ad\u00dfe umge\u00adhend, auf jeden Fall w\u00e4h\u00adrend unse\u00adres Auf\u00adent\u00adhalts im \u201eNew Delhi Tou\u00adrist Camp\u201d zu blei\u00adben, und auch von den Ande\u00adren kommt kein Ein\u00adwand gegen Rolfs Vorschlag.<\/p>\n

\u201e<\/span>Mor\u00adgen fah\u00adre ich dann zu einem klei\u00adnen Rei\u00adse\u00adb\u00fc\u00adro, in dem ich immer mei\u00adne R\u00fcck\u00adflug-Tickets nach Deutsch\u00adland kau\u00adfe. Man kriegt da nicht nur Bil\u00adlig-Tickets f\u00fcr die \u201eSyri\u00adan Arab Air\u00adlines\u201d oder der\u00adglei\u00adchen, son\u00addern auch wel\u00adche f\u00fcr ordent\u00adli\u00adche Flug\u00adge\u00adsell\u00adschaf\u00adten zu sehr zivi\u00adlen Prei\u00adsen. Kann ich euch eben\u00adfalls empfehlen!\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Ich w\u00fcr\u00adde ja gern schon ein Ticket kau\u00adfen, aber ich wei\u00df noch gar nicht genau, wann ich zur\u00fcck\u00adflie\u00adgen wer\u00adde,\u201d wen\u00addet Inge ein.<\/p>\n

\u201e<\/span>Ich habe doch jetzt auch noch kei\u00adne Ahnung, wann Cathe\u00adri\u00adne und ich zur\u00fcck wol\u00adlen,\u201d erkl\u00e4rt unser Fah\u00adrer, \u201edas macht aber nichts, die Tickets sind unda\u00adtiert. Du rufst ein\u00adfach ein paar Tage vor dem gew\u00fcnsch\u00adten R\u00fcck\u00adflug-Datum das Rei\u00adse\u00adb\u00fc\u00adro an, zum Bei\u00adspiel von Kath\u00adman\u00addu aus, und erst dann buchen sie f\u00fcr dich einen Platz in einer Maschi\u00adne dei\u00adner Fluggesellschaft.\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Das ist ja ide\u00adal,\u201d sage ich.<\/p>\n

\u201e<\/span>Ich m\u00f6ch\u00adte dann auf jeden Fall mor\u00adgen in das Rei\u00adse\u00adb\u00fc\u00adro mitkommen!\u201d<\/p>\n

Bis auf Rosi und Agnes \u2013 die, wie sich her\u00adaus\u00adstellt, die Tickets f\u00fcr ihre R\u00fcck\u00adfl\u00fc\u00adge bereits vor unse\u00adrer Abrei\u00adse in Ham\u00adburg gekauft haben \u2013 mel\u00adden sich auch die ande\u00adren Pas\u00adsa\u00adgie\u00adre f\u00fcr die Fahrt zum Rei\u00adse\u00adb\u00fc\u00adro an.<\/p>\n

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Das \u201eNew Delhi Tou\u00adrist Camp\u201d ist eine gr\u00fc\u00adne Oase inmit\u00adten die\u00adser rie\u00adsi\u00adgen Stadt.<\/p>\n

Es ist von einer hohen Mau\u00ader umge\u00adben, die nicht nur Stra\u00ad\u00dfen\u00adh\u00e4nd\u00adler und Bett\u00adler, son\u00addern auch einen Teil des tosen\u00adden Ver\u00adkehrs\u00adl\u00e4rms von den G\u00e4s\u00adten fern\u00adh\u00e4lt. In der rela\u00adtiv gepfleg\u00adten Anla\u00adge ste\u00adhen locker ver\u00adteilt Reis- und Klein\u00adbus\u00adse, Zel\u00adte und die von Rolf erw\u00e4hn\u00adten klei\u00adnen H\u00fct\u00adten. Auch ein Rotel-Bus<\/a> steht nahe beim Ein\u00adgang, des\u00adsen Pas\u00adsa\u00adgie\u00adre \u2013 die bei die\u00adser schw\u00fc\u00adlen Hit\u00adze in sar\u00addi\u00adnen\u00addo\u00adsen\u00adgro\u00ad\u00dfen Schlaf\u00adzel\u00adlen aus Blech \u00fcber\u00adnach\u00adten m\u00fcs\u00adsen \u2013 einem wirk\u00adlich leid tun k\u00f6n\u00adnen. Da neh\u00adme ich doch lie\u00adber eine gele\u00adgent\u00adli\u00adche \u00dcber\u00adnach\u00adtung am Stra\u00ad\u00dfen\u00adrand in Kauf\u2026<\/p>\n

Inge und ich mie\u00adten eine der nur mit zwei Prit\u00adschen, einem wacke\u00adli\u00adgen Stuhl und einem Tisch m\u00f6blier\u00adten Ein-Zimmer-H\u00e4uschen.<\/p>\n

Wir sind bei\u00adde hung\u00adrig, aber bei mir ist die Sehn\u00adsucht nach flie\u00ad\u00dfen\u00addem Was\u00adser noch gr\u00f6\u00ad\u00dfer als die nach Nah\u00adrung. Und so f\u00fchrt mich mein ers\u00adter Weg zu den Wasch\u00adr\u00e4u\u00admen, sobald mein Kof\u00adfer unter einer der Prit\u00adschen ver\u00adstaut und die T\u00fcr unse\u00adrer H\u00fct\u00adte mit einem Vor\u00adh\u00e4n\u00adge\u00adschloss gesi\u00adchert ist.<\/p>\n

Aus dem Abfluss in der ers\u00adten Dusch\u00adka\u00adbi\u00adne, deren T\u00fcr ich auf\u00adsto\u00ad\u00dfe, kommt mir eine mons\u00adtr\u00f6\u00adse, unge\u00adf\u00e4hr f\u00fcnf Zen\u00adti\u00adme\u00adter lan\u00adge Kaker\u00adla\u00adke ent\u00adge\u00adgen gekrab\u00adbelt. Mei\u00adne Reak\u00adti\u00adon auf das Unge\u00adt\u00fcm erstaunt mich selbst \u2013 ich zucke blo\u00df mit den Ach\u00adseln und neh\u00adme die Dusche zwei T\u00fcren wei\u00adter. Wahr\u00adschein\u00adlich bin ich zu ersch\u00f6pft, um mich aus\u00adgie\u00adbig zu ekeln.<\/p>\n

Nach dem Duschen gehe ich zum \u201eTou\u00adrist Camp\u201d-Restaurant. Inge, Anna, Cathe\u00adri\u00adne, Rolf und Ulli sit\u00adzen dort schon auf der Veran\u00adda. Ulli hat sich zur Fei\u00ader unse\u00adrer Ankunft sogar ein teu\u00adres \u201eKingfisher\u201d-Bier<\/a> geleistet.<\/p>\n

Ich bestel\u00adle mir ein Club-Sand\u00adwich<\/a>, das sehr lecker ist, und als ich danach noch nicht ganz satt bin, emp\u00adfiehlt mir Rolf eine Por\u00adti\u00adon \u201eBana\u00adna Frit\u00adters\u201d<\/a> als Des\u00adsert. Das sind gevier\u00adtel\u00adte, in Back\u00adteig frit\u00adtier\u00adte Bana\u00adnen, die hier mit einer Art Pud\u00adding-So\u00dfe (\u201eCus\u00adtard\u201d<\/a>) mit Vanil\u00adle\u00adge\u00adschmack ser\u00adviert wer\u00adden. Ich bin total ent\u00adz\u00fcckt von dem k\u00f6st\u00adli\u00adchen Kon\u00adtrast zwi\u00adschen fet\u00adti\u00adger Knusp\u00adrig\u00adkeit und mil\u00adder S\u00fc\u00dfe. Inge bestellt sich auch eine Por\u00adti\u00adon, nach\u00addem sie bei mir pro\u00adbiert hat.<\/p>\n

Nach dem Essen sit\u00adzen wir noch ein Weil\u00adchen tr\u00e4\u00adge her\u00adum und beob\u00adach\u00adten die drol\u00adli\u00adgen Strei\u00adfen\u00adh\u00f6rn\u00adchen<\/a>, die auf den B\u00e4u\u00admen und Rasen\u00adfl\u00e4\u00adchen umher flitzen.<\/p>\n

\u201e<\/span>Ich dach\u00adte, Strei\u00adfen\u00adh\u00f6rn\u00adchen gibt es nur in Ame\u00adri\u00adka\u2026\u201d sage ich versonnen.<\/p>\n

\u201e<\/span>Ja, und da beson\u00adders in Dis\u00adney-Zei\u00adchen\u00adtrick\u00adfil\u00admen!\u201d lacht Inge.<\/p>\n

\u201e<\/span>Nein, ernst\u00adhaft,\u201d ich set\u00adze mich auf, \u201eich habe mal gele\u00adsen, dass Strei\u00adfen\u00adh\u00f6rn\u00adchen, so wie unse\u00adre Eich\u00adh\u00f6rn\u00adchen, eine Win\u00adter\u00adru\u00adhe hal\u00adten. Wann machen sie die denn hier in Indien?\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Ich glau\u00adbe nicht, dass indi\u00adsche Strei\u00adfen\u00adh\u00f6rn\u00adchen \u00fcber\u00adhaupt so etwas wie Win\u00adter\u00adschlaf machen,\u201d erkl\u00e4rt Catherine.<\/p>\n

\u201e<\/span>Auf jeden Fall gibt es davon in Delhi recht vie\u00adle. In den Gr\u00fcn\u00adan\u00adla\u00adgen rund um das Red Fort<\/a> wim\u00admelt es nur so von ihnen. Teil\u00adwei\u00adse sind die sehr zutrau\u00adlich, fres\u00adsen dir N\u00fcs\u00adse und Keks-St\u00fcck\u00adchen aus der Hand.\u201d<\/p>\n

<\/a>
\n
\n15. September<\/p>\n

Zum (sp\u00e4\u00adten) Fr\u00fch\u00adst\u00fcck g\u00f6n\u00adne wir uns \u2013 ja, genau, \u201eBana\u00adnas Frit\u00adters\u201d. Und sie schme\u00adcken wie\u00adder genau\u00adso lecker wie am Abend zuvor.<\/p>\n

Von Rolf erfah\u00adren wir, dass er erst am fr\u00fc\u00adhen Nach\u00admit\u00adtag zu dem Rei\u00adse\u00adb\u00fc\u00adro fah\u00adren will, und so wid\u00adme ich mich erst ein\u00admal der drin\u00adgend erfor\u00adder\u00adli\u00adchen, gr\u00fcnd\u00adli\u00adchen Rei\u00adni\u00adgung mei\u00adner stau\u00adbi\u00adgen und ver\u00adschwitz\u00adten Klei\u00addungs\u00adst\u00fc\u00adcke. Als ich das B\u00fcn\u00addel nas\u00adser W\u00e4sche an einem zwi\u00adschen zwei B\u00e4u\u00admen gespann\u00adten Seil auf\u00adh\u00e4n\u00adgen will, f\u00e4ngt es an zu regnen.<\/p>\n

Und was f\u00fcr ein Regen das ist!<\/p>\n

Das Was\u00adser pras\u00adselt in so dicken Trop\u00adfen vom Him\u00admel, als w\u00fcr\u00adden da oben Mil\u00adlio\u00adnen von rie\u00adsi\u00adgen Eimern aus\u00adge\u00adsch\u00fct\u00adtet. Im Nu ste\u00adhen die Wege unter Was\u00adser, und auf den Rasen\u00adfl\u00e4\u00adchen bil\u00adden sich gro\u00ad\u00dfe Pf\u00fctzen.<\/p>\n

Cathe\u00adri\u00adne, die auf dem R\u00fcck\u00adweg von der Cafe\u00adte\u00adria zum Bus von die\u00adsem Guss \u00fcber\u00adrascht wur\u00adde, kommt ange\u00adlau\u00adfen und stellt sich zu uns in den Ein\u00adgang unse\u00adrer H\u00fctte.<\/p>\n

Sie ist voll\u00adkom\u00admen durch\u00adn\u00e4sst, aber das scheint sie nicht zu st\u00f6\u00adren \u2013 im Gegen\u00adteil, bei der nach wie vor herr\u00adschen\u00adden Hit\u00adze ist eine sol\u00adche Abk\u00fch\u00adlung wohl ganz angenehm.<\/p>\n

W\u00e4h\u00adrend sie sich die Haa\u00adre mit einem unse\u00adrer Hand\u00adt\u00fc\u00adcher etwas tro\u00adcken rub\u00adbelt, meint sie, dass es jetzt, Mit\u00adte Sep\u00adtem\u00adber, gele\u00adgent\u00adlich noch Mon\u00adsun-Regen\u00adf\u00e4l\u00adlen<\/a> geben k\u00f6nne.<\/p>\n

\u201e<\/span>Aber eigent\u00adlich ist die Mon\u00adsun\u00adzeit<\/a> schon vor\u00ad\u00fcber,\u201d erkl\u00e4rt sie, \u201edie\u00adse Regen\u00adwol\u00adken sind nur ein paar letz\u00adte Nachz\u00fcgler.\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Ich hab\u2019 grad einen Berg W\u00e4sche gewa\u00adschen,\u201d sage ich und ver\u00adzie\u00adhe das Gesicht.<\/p>\n

\u201e<\/span>Die kannst du trotz\u00addem gleich auf\u00adh\u00e4n\u00adgen, bis zum Abend ist bestimmt alles getrock\u00adnet,\u201d ver\u00adsi\u00adchert mir Cathe\u00adri\u00adne, \u201ees reg\u00adnet um die\u00adse Zeit h\u00f6chs\u00adtens noch zwei\u00admal am Tag, und die\u00adse Schau\u00ader dau\u00adern auch nie lange.\u201d<\/p>\n

Als h\u00e4t\u00adten die Wet\u00adter\u00adg\u00f6t\u00adter ihre Wor\u00adte ver\u00adnom\u00admen, h\u00f6rt der Regen schlag\u00adar\u00adtig wie\u00adder auf.<\/p>\n

Das Rei\u00adse\u00adb\u00fc\u00adro, zu dem unser Fah\u00adrer uns am Nach\u00admit\u00adtag kut\u00adschiert, ist ein klei\u00adner Laden in einer Quer\u00adstra\u00ad\u00dfe hin\u00adterm Con\u00adn\u00adaught Place, in den wir gera\u00adde so eben alle hin\u00adein passen.<\/p>\n

Rolf wird dort emp\u00adfan\u00adgen wie ein Staats\u00adgast, und mir kommt der Gedan\u00adke, dass er bestimmt einen Rabatt auf sei\u00adne Tickets bekommt, wenn er, so wie heu\u00adte, vier neue Kun\u00adden mit\u00adbringt. Aber war\u00adum auch nicht?<\/p>\n

F\u00fcr 308 Dol\u00adlar kau\u00adfe ich ein Ticket f\u00fcr einen Direkt\u00adflug Delhi \u2013 Frank\u00adfurt mit \u201eThai Inter\u00adna\u00adtio\u00adnal\u201d. Der Reis\u00adb\u00fc\u00adro-Ange\u00adstell\u00adte, der mich ber\u00e4t, hat auch deut\u00adlich bil\u00adli\u00adge\u00adre Fl\u00fc\u00adge im Ange\u00adbot, aber die Namen der Flug\u00adge\u00adsell\u00adschaf\u00adten sagen mir nichts, w\u00e4h\u00adrend ich \u00fcber die Sicher\u00adheit der Maschi\u00adnen und den Ser\u00advice an Bord der thai\u00adl\u00e4n\u00addi\u00adschen Air\u00adline schon eine Men\u00adge \u2013 und nur Gutes \u2013 geh\u00f6rt habe.<\/p>\n

Anschlie\u00ad\u00dfend gehen wir alle sechs essen, und zwar in genau dem \u201eKwa\u00adli\u00adty-Restau\u00adrant\u201d<\/a>, von dem Rolf und Cathe\u00adri\u00adne schon in Paki\u00adstan geschw\u00e4rmt haben, zu Recht, wie wir jetzt feststellen.<\/p>\n

Schon die Lek\u00adt\u00fc\u00adre der Spei\u00adse\u00adkar\u00adte ist ein Genuss. Seit lan\u00adgem habe ich nicht mehr aus einer der\u00adart gro\u00ad\u00dfen Aus\u00adwahl ver\u00adlo\u00adckend klin\u00adgen\u00adder Spei\u00adsen w\u00e4h\u00adlen k\u00f6n\u00adnen und bin daher mit einem Pro\u00adblem kon\u00adfron\u00adtiert, das ich eben\u00adfalls lan\u00adge nicht mehr hat\u00adte \u2013 ich kann mich nicht ent\u00adschei\u00adden. Da es Anna und Inge aber eben\u00adso geht, ver\u00adein\u00adba\u00adren wir kol\u00adlek\u00adti\u00adves Schlem\u00admen und bestel\u00adlen die drei Gerich\u00adte, die uns am meis\u00adten interessieren.<\/p>\n

Als Ulli sich nur eine Vor\u00adspei\u00adse \u2013 Samo\u00adsas<\/a> \u2013 bestel\u00adlen will, pro\u00adtes\u00adtiert Rolf: \u201eMensch, die\u00adse Din\u00adger kriegst du an jedem Stra\u00ad\u00dfen\u00adstand genau\u00adso lecker, aber f\u00fcr einen Bruch\u00adteil des\u00adsen, was sie hier kos\u00adten. Wenn man schon im Kwa\u00adli\u00adty sitzt, soll\u00adte man sich wenigs\u00adtens eines der fei\u00adnen Cur\u00adry-Gerich\u00adte oder etwas aus dem Tan\u00addoor<\/a>-Ofen g\u00f6n\u00adnen!\u201d<\/p>\n

Unse\u00adre Spei\u00adsen kom\u00admen in diver\u00adsen Scha\u00adlen und Sch\u00fcs\u00adseln<\/a>, und zusam\u00admen mit den Fla\u00adden\u00adbro\u00adten bede\u00adcken sie nahe\u00adzu jeden Zen\u00adti\u00adme\u00adter des Tisches. Aber wir ver\u00adput\u00adzen alles!<\/p>\n

Nach dem Essen erkun\u00adden Inge und ich noch ein wenig den Con\u00adn\u00adaught Place<\/a> und die vom \u00e4u\u00dfe\u00adren Ring, dem Con\u00adn\u00adaught Cir\u00adcus, aus\u00adge\u00adhen\u00adden Stra\u00ad\u00dfen. Die s\u00fcd\u00adlichs\u00adte davon, der Jan\u00adpath<\/a>, erscheint uns am inter\u00ades\u00adsan\u00adtes\u00adten \u2013 ein kun\u00adter\u00adbun\u00adter Stra\u00ad\u00dfen-Markt, auf dem Klei\u00addung, Schmuck und Kunst\u00adhand\u00adwerk aus allen Lan\u00addes\u00adtei\u00adlen feil\u00adge\u00adbo\u00adten wird. Die Rei\u00adhe der Buden und St\u00e4n\u00adde scheint end\u00adlos, und wir beschlie\u00ad\u00dfen, mor\u00adgen mit mehr Zeit wie\u00adder hier\u00adher zu kom\u00admen, denn es beginnt schon zu d\u00e4mmern.<\/p>\n

Wir fah\u00adren mit einem drei\u00adr\u00e4d\u00adri\u00adgen \u201eScoo\u00adter\u201d-<\/a>Taxi zur\u00fcck zum Tou\u00adrist Camp und set\u00adzen uns noch eine Wei\u00adle zu unse\u00adren Mit\u00adrei\u00adsen\u00adden und den ande\u00adren Indi\u00aden- und Nepal\u00adfah\u00adrern, die vor der Cafe\u00adte\u00adria sit\u00adzen und Geschich\u00adten und Infor\u00adma\u00adtio\u00adnen austauschen.<\/p>\n

Auch Rosi und Agnes tref\u00adfen wir dort. Sie haben neben dem 608 ihr Zelt auf\u00adge\u00adbaut und ver\u00adpfle\u00adgen sich mit Hil\u00adfe eines Mini-Cam\u00adping\u00adko\u00adchers selbst.<\/p>\n

Aller\u00addings hat Agnes immer noch Ver\u00addau\u00adungs\u00adpro\u00adble\u00adme; ihre Mahl\u00adzei\u00adten schei\u00adnen nach wie vor haupt\u00ads\u00e4ch\u00adlich aus Zwie\u00adback und Kar\u00adtof\u00adfel\u00adbrei zu bestehen. Mit lei\u00adden\u00adder Mie\u00adne sitzt sie vor einer Cola und erl\u00e4u\u00adtert Rosi, dass es im Belag des von ihr bestell\u00adte \u201eVege\u00adta\u00adble\u201d Sand\u00adwichs bestimmt vor Kei\u00admen nur so wim\u00admeln w\u00fcr\u00adde. Aber Rosi l\u00e4sst sich den Appe\u00adtit nicht ver\u00adder\u00adben, beisst herz\u00adhaft in ihr Sand\u00adwich und lauscht mit sehn\u00adsuchts\u00advol\u00adlem Blick Annas Beschrei\u00adbung der K\u00f6st\u00adlich\u00adkei\u00adten, die wir im Kwa\u00adli\u00adty genie\u00ad\u00dfen konnten.<\/p>\n

Inge und ich erz\u00e4h\u00adlen, dass wir mor\u00adgen einen Bum\u00admel \u00fcber den Jan\u00adpath Markt machen wol\u00adlen, und Cathe\u00adri\u00adne nickt und meint, das sei eine gute Idee, es g\u00e4be da ein tol\u00adles Ange\u00adbot an Klei\u00addung, Schmuck und Sou\u00adve\u00adnirs. Wenn wir aller\u00addings teu\u00adre\u00adre Schmuck\u00adst\u00fc\u00adcke kau\u00adfen wol\u00adlen, soll\u00adten wir sie lie\u00adber \u00fcber\u00admor\u00adgen auf den Markt in Alt-Delhi, in die Stra\u00ad\u00dfe der Gold- und Sil\u00adber\u00adschmie\u00adde<\/a> begleiten.<\/p>\n

\u201e<\/span>Und nehmt euch mor\u00adgen unbe\u00addingt einen Bade\u00adan\u00adzug oder Biki\u00adni mit,\u201d sagt sie dann noch, \u201enach so einer Shop\u00adping-Tour ist ein erfri\u00adschen\u00addes Bad im Pool des \u201eImpe\u00adri\u00adal\u201d genau das Richtige!\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Pool? Was f\u00fcr ein Pool?\u201d Ich bin wie elek\u00adtri\u00adsiert, hat\u00adte ich doch schon jede Hoff\u00adnung auf\u00adge\u00adge\u00adben, mich in abseh\u00adba\u00adrer Zeit noch mal mei\u00adner Kla\u00admot\u00adten ent\u00adle\u00addi\u00adgen und in k\u00fch\u00adlem Nass her\u00adum\u00adplan\u00adschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n

\u201e<\/span>Nun ja, also, wenn ihr mit dem Jan\u00adpath Markt durch seid, kommt ihr zum \u201eHotel Impe\u00adri\u00adal\u201d<\/a>. Das ist eines der sch\u00f6ns\u00adten und wohl auch eines der teu\u00aders\u00adten Hotels in Delhi, halb Kolo\u00adni\u00adal\u00adstil, halb Maha\u00adra\u00addscha-Palast, Mar\u00admor, Maha\u00adgo\u00adni, ihr wisst schon\u2026\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Ja gut, alles klar, aber das k\u00f6n\u00adnen wir uns ja nun bestimmt nicht leisten?!\u201d<\/p>\n

\u201e<\/span>Doch, das ist ja das Tol\u00adle dar\u00adan \u2013 man kann da auch an den Pool, wenn man kein Gast des Hotels ist. Das kos\u00adtet zehn Rupi\u00aden, was nat\u00fcr\u00adlich f\u00fcr hie\u00adsi\u00adge Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis\u00adse ziem\u00adlich viel ist, aber daf\u00fcr gilt die Ein\u00adtritts\u00adkar\u00adte den gan\u00adzen Tag, und ein schi\u00adckes Hand\u00adtuch kriegst du auch noch geliehen.\u201d
\n
\n16. September<\/p>\n

Nach dem Fr\u00fch\u00adst\u00fcck schrei\u00adbe ich noch schnell an mei\u00adne Eltern, ein Aero\u00adgramm<\/a>, das Anna f\u00fcr mich abschi\u00adcken wird. Ulli und sie wol\u00adlen heu\u00adte zum Haupt\u00adpost\u00adamt, weil dort ver\u00admut\u00adlich schon Nach\u00adrich\u00adten von Zuhau\u00adse auf sie war\u00adten. Da ich mei\u00adnen Eltern und Freun\u00adden gesagt bzw. geschrie\u00adben habe, dass sie mir alle Brie\u00adfe nach Kath\u00adman\u00addu schi\u00adcken sol\u00adlen (\u201epos\u00adte restan\u00adte \/ G.P.O.\u201d, post\u00adla\u00adgernd ins \u201eGene\u00adral Post Office\u201d), kann ich mir den Weg zur Post in Delhi sparen.<\/p>\n

Heu\u00adte neh\u00admen wir kein Taxi zum Stadt\u00adkern, son\u00addern eine der gr\u00f6\u00ad\u00dfe\u00adren Moto\u00adrik\u00adschas<\/a>, die \u201ePhat-a-Phats\u201d<\/a> genannt wer\u00adden und als ein \u00f6ffent\u00adli\u00adches Ver\u00adkehrs\u00admit\u00adtel nur ganz bestimm\u00adte Stre\u00adcken abfah\u00adren. Sie bie\u00adten auf zwei Sitz\u00adb\u00e4n\u00adken Platz f\u00fcr sechs bis acht Fahr\u00adg\u00e4s\u00adte und sind deut\u00adlich g\u00fcns\u00adti\u00adger als drei- oder vier\u00adr\u00e4d\u00adri\u00adge Taxis.<\/p>\n

W\u00e4h\u00adrend wir auf ein \u201ePhat-a-Phat\u201d<\/a> war\u00adten, in dem noch Pl\u00e4t\u00adze frei sind \u2013 zwei voll besetz\u00adte sind schon vor\u00adbei gefah\u00adren \u2013 f\u00e4ngt es mal wie\u00adder an zu reg\u00adnen. Gl\u00fcck\u00adli\u00adcher\u00adwei\u00adse h\u00e4lt jetzt aber eines an, bevor wir ganz nass sind.<\/p>\n

Am Steu\u00ader des uri\u00adgen Fahr\u00adzeugs \u2013 bei dem es sich laut Rolf um eine f\u00fcr die Fahr\u00adgast\u00adbe\u00adf\u00f6r\u00adde\u00adrung umge\u00adbau\u00adte Har\u00adley-David\u00adson han\u00addeln soll \u2013 sitzt ein w\u00fcr\u00adde\u00advol\u00adler, \u00e4lte\u00adrer Sikh, der sein ohren\u00adbe\u00adt\u00e4u\u00adbend knat\u00adtern\u00addes Gef\u00e4hrt durch den chao\u00adti\u00adschen Stadt\u00adver\u00adkehr steu\u00adert wie ein Kapi\u00adt\u00e4n sein Schiff durch die tosen\u00adde See.<\/p>\n

Als wir am Con\u00adn\u00adaught Place ankom\u00admen, hat das Pras\u00adseln des Regens schon wie\u00adder aufgeh\u00f6rt.<\/p>\n

<\/a><\/p>\n

<\/a><\/p>\n

Wei\u00adter\u00adle\u00adsen \u00bb 17. Kath\u00adman\u00addu \u2013 I\u2019ll soon be see\u00ading you\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

14. Sep\u00adtem\u00adber In die\u00adser Nacht, die ich im Schlaf\u00adsack schwit\u00adzend am Stra\u00ad\u00dfen\u00adrand weni\u00adge Kilo\u00adm\u00adne\u00adter vor dem Grenz\u00ad\u00fcber\u00adgang Wag\u00adha ver\u00adbracht habe, konn\u00adte ich ins\u00adge\u00adsamt h\u00f6chs\u00adtens drei Stun\u00adden lang schla\u00adfen. Trotz\u00addem war ich sel\u00adten so froh \u00fcber die ers\u00adten Son\u00adnen\u00adstrah\u00adlen, die der Nacht ein Ende set\u00adzen. Die lan\u00adge Rei\u00adhe der Fahr\u00adzeu\u00adge ist in feucht-war\u00ad\u00admen Dunst getaucht. An \u2026 16. Burun\u00adduks und Phat-a-Phats<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":183,"menu_order":16,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-282","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=282"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/282\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1864,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/282\/revisions\/1864"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stefan-soyka.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}