define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":314,"date":"2014-06-09T12:37:41","date_gmt":"2014-06-09T10:37:41","guid":{"rendered":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=314"},"modified":"2014-08-04T19:56:12","modified_gmt":"2014-08-04T17:56:12","slug":"28-juli-1978","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stefan-soyka.de\/?page_id=314","title":{"rendered":"28. Juli 1978 Abreise"},"content":{"rendered":"
Gera\u00adde ist ein Rie\u00adsen\u00adstau, gut zum Schrei\u00adben. Ges\u00adtern abend sind wir los\u00adge\u00adfah\u00adren. Eber mit sei\u00adnem prak\u00adti\u00adschen Sinn hat uns den VW-Bus packen gehol\u00adfen, so dass wir sogar noch eini\u00adges wie\u00adder\u00adfin\u00adden. Anja gab Robert zum Geburts\u00adtag so 3000 Tor\u00adten und Kuchen mit, die unse\u00adre Haupt\u00admahl\u00adzeit bil\u00adden getreu Roberts Devi\u00adse, dass man immer dar\u00adauf bedacht sein soll\u00adte, das Gep\u00e4ck zu ver\u00adrin\u00adgern. Vor\u00adl\u00e4u\u00adfig sieht es damit aller\u00addings noch ziem\u00adlich bla\u00df aus, wir w\u00fch\u00adlen uns noch so durch den Bus.<\/p>\n
Der Stau ist immer noch da, vol\u00adle Kan\u00adne. Gun\u00adne schimpft jetzt doch etwas \u00fcber den Auto\u00adput. Fr\u00fc\u00adher hat er eher geschw\u00e4rmt von den Aben\u00adteu\u00adern des Put. Robert tut sich her\u00advor mit krea\u00adti\u00adven Vor\u00adschl\u00e4\u00adgen, z.B. selbst einen klei\u00adnen Stau her\u00adbei\u00adzu\u00adzau\u00adbern oder eine Schnee\u00adball\u00adschlacht zu machen oder am Bes\u00adten beides.<\/p>\n
Der Anfang ging eigent\u00adlich ganz gut von\u00adstat\u00adten, bis Ober\u00adbay\u00adern sind wir pro\u00adblem\u00adlos gekom\u00admen, aber dann muss\u00adten \u2013 nat\u00fcr\u00adlich \u2013 die Schwie\u00adrig\u00adkei\u00adten anfangen.<\/p>\n
Die Auto\u00adbahn war so voll\u00adge\u00adm\u00fcllt mit Blech, dass wir dies unse\u00adrem klei\u00adnen VW-Bus nicht zumu\u00adten woll\u00adten. Aber eine Fahrt durch die ober\u00adbaye\u00adri\u00adsche Land\u00adschaft \u2013 Zwie\u00adbel\u00adt\u00fcr\u00adme und Bay\u00adern\u00adh\u00e4us\u00adchen \u2013 schien unse\u00adrem Bus auch nicht zu lie\u00adgen. Er gab auf ein\u00admal komi\u00adsche Ger\u00e4u\u00adsche von sich, es h\u00f6r\u00adte sich gar nicht gut an. Robert als Fach\u00admann wuss\u00adte nat\u00fcr\u00adlich bald, wo der Feh\u00adler lag, und wir kurv\u00adten zu einem m\u00fch\u00adsam gesuch\u00adten Schrott\u00adplatz, um hof\u00adfent\u00adlich das gesuch\u00adte Teil abstau\u00adben zu k\u00f6n\u00adnen. Aber \u2026 es war eben Sams\u00adtag, und wie es an Sams\u00adta\u00adgen so zu sein pflegt, da woll\u00adten die Schrott\u00adh\u00e4nd\u00adler auch ein\u00admal nicht arbei\u00adten. Tja, was nun? Gl\u00fcck\u00adli\u00adcher\u00adwei\u00adse lie\u00df sich in unse\u00adrem uner\u00adsch\u00f6pf\u00adli\u00adchen VW-Bus auch noch das rich\u00adti\u00adge Ersatz\u00adteil fin\u00adden. So zogen wir zur all\u00adge\u00admei\u00adnen Freu\u00adde zum n\u00e4chs\u00adten Park\u00adplatz, die einen, um sich die Z\u00e4h\u00adne zu put\u00adzen, die ande\u00adren, um Kaf\u00adfee zu trin\u00adken \u2013 Gun\u00adnes ech\u00adten Fil\u00adter\u00adkaf\u00adfee, die drit\u00adten, um kurz ein\u00admal zu ver\u00adschwin\u00adden und Robert schlie\u00df\u00adlich, um den Bus zu reparieren.<\/p>\n
Wir hat\u00adten uns um 18 Uhr in der See\u00adling\u00adstra\u00ad\u00dfe (Ste\u00adfans Domi\u00adzil, wo er mit Gun\u00adne zusam\u00admen wohnt) ver\u00adab\u00adre\u00addet. Wir, das sind<\/p>\n
Agnes, Agi genannt, die vor allem f\u00fcr Krea\u00adti\u00advi\u00adt\u00e4t sorg\u00adte (sie hat\u00adte eine Fl\u00f6\u00adte und Far\u00adben zum Malen dabei),<\/p>\n<\/li>\n
Gun\u00adne, der die Orga\u00adni\u00adsa\u00adti\u00adon fest in den H\u00e4n\u00adden hat, \u00fcber Eigen\u00adar\u00adten der Stre\u00adcke und Visa-Antr\u00e4\u00adge genau Bescheid wusste,<\/p>\n<\/li>\n
Robert, auch Bert genannt, der mit dem VW-Bus genau ver\u00adtraut war und somit auch eine wich\u00adti\u00adge St\u00fctze,<\/p>\n<\/li>\n
Ste\u00adfan, im wei\u00adte\u00adren Ver\u00adlauf auch Br\u00fc\u00addi genannt<\/p>\n<\/li>\n
und ich, das \u201ea\u201c.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n
Nun, wir fan\u00adden uns so um 18 Uhr mit unse\u00adren sp\u00e4r\u00adli\u00adchen Gep\u00e4ck in der See\u00adling\u00adstra\u00ad\u00dfe ein. Jeder hat\u00adte nur soviel dabei, dass er es im Ernst\u00adfall auch sel\u00adber tra\u00adgen konn\u00adte. Ehr\u00adlich gestan\u00adden rech\u00adne\u00adten wir n\u00e4m\u00adlich nicht damit, dass der Bus, den wir f\u00fcr 1000 DM<\/span> gekauft hat\u00adten, die kom\u00admen\u00adden zwei Mona\u00adte durch\u00adhal\u00adten w\u00fcr\u00adde. Das Gep\u00e4ck war also schnell ver\u00adstaut und die letz\u00adten klei\u00adnen Repa\u00adra\u00adtu\u00adren waren bis 21 Uhr abgeschlossen.<\/p>\n Dann wur\u00adde noch die sechs\u00adte im Bun\u00adde abge\u00adholt: Gabi, ein M\u00e4d\u00adchen, das wir eigent\u00adlich gar nicht kann\u00adten, das nur mit Robert schon lan\u00adge befreun\u00addet war. Sie woll\u00adte nur die ers\u00adten drei Wochen mit\u00adfah\u00adren, um dann von Athen aus mit dem Flug\u00adzeug nach Hau\u00adse flie\u00adgen, weil sie nicht l\u00e4n\u00adger Feri\u00aden hat\u00adte. Daf\u00fcr hat\u00adte sie aber auch das meis\u00adte Gep\u00e4ck dabei.<\/p>\n Die ers\u00adte Fah\u00adrer\u00adbe\u00adsat\u00adzung \u2013 Robert, Gun\u00adne und a \u2013 fuh\u00adren bis vier Uhr mor\u00adgens (das hei\u00dft, ich bin \u00fcber\u00adhaupt nicht gefah\u00adren). Eine Fah\u00adrer\u00adbe\u00adsat\u00adzung sieht also immer so aus, dass Bert oder Br\u00fc\u00addi auf dem Fah\u00adrer\u00adsitz sitzt. Gun\u00adne auf dem Bei\u00adfah\u00adrer\u00adsitz, und einer von denen, die gera\u00adde hin\u00adten sind, auf dem Cam\u00adping\u00adstuhl im Gang zwi\u00adschen Fah\u00adrer- und Bei\u00adfah\u00adrer\u00adsitz. Wenn das Bett aus\u00adge\u00adklappt ist, muss immer einer auf dem Cam\u00adping\u00adstuhl sit\u00adzen, meis\u00adtens Agi oder ich. Das ist ziem\u00adlich anstren\u00adgend, weil der Stuhl kei\u00adne Leh\u00adne hat.<\/p>\n Nun gut, jeden\u00adfalls gin\u00adgen um vier Uhr Agi und Br\u00fc\u00addi nach vorne.<\/p>\n \n