4. September 1978
Am Morgen zeigte sich kein großer Erfolg der Haarkuren, unser Ali Baba hatte immer noch blondes Haar. Doch er ließ sich nicht entmutigen und packte das nächste Projekt an: Mit a zusammen in der Medina einen Fotoapparat zu erstehen. Die anderen ergaben sich dem Ablauf des Camping-Tages, Stefan und Agi in traulicher Zweisamkeit (oder auch nicht?) und Robert döste mit Drafi Deutscher im Bus.
Gegen Abend fanden sich auch Gunne und a wieder ein, Gunne schwenkte stolz einen Fotoapparat umher, 250 Dirham sind ein stolzer Preis für einen geklauten Apparat.
Aus 20 Eiern wurde schnell ein Tortilla à la Camping (Rührei) zubereitet, dann tippelten wir gen Altstadt, weil Gunne und a eine Verabredung mit einem alten gammeligen Marokkaner gemanagt hatten.
So wackelten wir alle wieder in die Neustadt – vorher hatten wir tüchtig Rührei eingeschoben – und warteten auf den Marokkaner, der allerdings (den Sitten des Landes entsprechend?) nicht erschien. Dafür promenierte ganz Fes an uns vorüber, zur Feier des Ramadan-Ende alle in Ausgehkleidung, blitzblanken gelben Pantoffeln usw. Uns dürstete allerdings nicht mal mehr nach Cola, sondern nur noch nach unseren gammeligen Frischhaltebeuteln.


